Aufsatz 
Darmstädter Straßenbüchlein
Entstehung
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Preis genannt, der alljährlich vom Heſſiſchen Volke am Ver⸗ faſſungstag an hervorragende Künſtler und Schriftſteller ver⸗ liehen wird.

Niebergallweg(1901): Ernſt Elias Niebergall, 1815 bis 1843,* und in D. Sein Geburtshaus, Eliſabethenſtraße 30, trägt ſeit 1920 eine Gedenktafel, Gedenkſtein auf dem Friedhof, aber nicht auf ſeinem inzwiſchen wieder belegten Grab; Nieber⸗ galleiche; Sammlung für ein Denkmal. Verfaſſer der viel, auch außerhalb Darmſtadts, aufgeführten, in der Mundart der Darm⸗ ſtädter geſchriebenen LokalpoſſenDatterich undDer tolle Hund und von Novellen.

Roquetteweg(1901): Otto Roquette,* 1824 Krotoſchin, deutſcher Dichter, ſeit 1869 Profeſſor für deutſche Literatur an der Techniſchen Hochſchule zu D, 1869 D im Hauſe Bismarck⸗ ſtraße 33.

Fiedlerweg(1905): Johann Chriſtian Fiedler,* 1697 zu Pirna, etwa ſeit 1720 in D, Hofmaler, hauptſächlich Porträtmaler, 1765 und auf dem ſchon damals nicht mehr be⸗ nutzten Friedhof neben der Stadtkirche beigeſetzt; ſein ſchönes Grabmal iſt leider dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen; eine Anzahl ſeiner Bilder im Landesmuſeum.

Seekatzſtraße(1901): Johann Conrad Seekatz,* 1719 in Grünſtadt(Pfalz), landgräflich⸗heſſiſcher Hofmaler 1753 bis zu ſeinem Tode, 1768 D. Berühmt durch ſeine Bekanntſchaft mit der Familie Goethe(Dichtung und Wahrheit 3. Buch); viele Bilder im Landesmuſeum.

Lucasweg(1903): Auguſt Lucas(18031863) in D, hervorragender Maler der Romantik und des Äbergangſtiles, vor⸗ zugsweiſe Landſchafter(Bilder im Landesmuſeum,, als heſſ. Hof⸗ waer in D tätig, vielbeſchäftigter Illuſtrator, Graphiker und

ehrer.

Philipp⸗Röth⸗Weg(1926): Philipp Röth,* 1841 D, ausgezeichneter Landſchaftsmaler und Zeichner, Schüler von Lucas, Seeger, Weber und Schirmer, gilt als hervorragender Vertreter der intimen Landſchaftsmalerei der Münchener Schule, tätig in D, Featlarnhe Düſſeldorf, ſeit 1871 in München, wo er 1921 ſtarb.

Eugen⸗Bracht⸗Weg(192): Eugen Bracht,* 1842 von deutſchen Eltern in Morges am Genfer See, kam als Kind nach D, ausgezeichneter Landſchaftsmaler von ſtarker Eigenart und ungewöhnlich vielſeitiger und ſtarker Produktivität, Schüler von Seeger, Schirmer u. a., berühmt als Darſteller der Heide, roman⸗ tiſcher Burgen, des Orients, der deutſchen Wälder, Gebirge, Küſten, Flüſſe und Seen, des Hochgebirgs und von Induſtriewerken(Bil⸗ der im Landesmuſeum). Profeſſor der Akademien in Berlin und Dresden, von ſtarkem Einfluß auf eine ſehr große Zahl von Schülern, 1921 in D.(Eine neue Straße im Orpheumviertel 1922 nach ihm genannt, die dann 1924 zum Heinz⸗Heim⸗Weg