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Beschlusz k. Ministeriums des Innern vom 10. December v. J., wurde der Candidat der Philologie Wilhelm Siebert zur Erstehung seines Probejahrs als Practicant am hiesigen Gymnasium zugelassen
Nach Maszgabe der vorerwähnten Veränderungen im Per- sonalbestande des Lehrercollegiums ertheilen dermal am hie- sigen Gymnasium Unterricht:
1) neun ordentliche Lehrer: Dr. Georg Wilh. Mat- thias, Director, Dr. Johann Carl Flügel(erster Bibliothe- kar), Dr. Heinrich Riesz, Dr. Constantin Schimmelpfeng, Dr. Johann Wilhelm Klingender, Gymnasiallehrer Carl August Friedrich Schorre, Dr. Otto Weber, Dr. Frie- drich Georg Carl Grosz, Dr. Georg Stephan Lindenkohl (zweiter Bibliothekar);
2) ein Hülfslehrer: Johann Julius Eduard Riedel;
3) sechs beauftragte Lehrer: August Preime, Eduard Auth, Julius Ernst, Dr. Gideon Vogt, Wilhelm Kellner, Caplan Franz Joseph Breidenbach(Letzterer blosz für die katholischen Schüler in 2 wöchentlichen Reli- gionsstunden);
4) ein Auscultant: Friedrich Wilh. Ludw. Siebert;
5) vier auszerordentliche Lehrer: Conrad Frie- drich Geyer(im Schreiben und Rechnen), August Rosen- kranz(im Singen), Heinrich Schwarz(im Zeichnen) Jo- hannes Reinhardt(aushülfsweise im Schreiben).
Den Unterricht in Leibesübungen leitete der Gymnasial- lehrer Schorre.
Dem beauftragten Lehrer Vogt ertheilte die philosophi- sche Facultät zu Marburg auf Grund einer Inauguraldisser- tation, betitelt: De rebus Megarensium usque ad bella per- sica(91 S. 8.), am 27. Juni v. J. die Doctorwürde.
In Betreff der neu zugetretenen Lehrer, des Dr. Weber und des Practicanten Siebert, wird Folgendes bemerkt:
Otto Georg Theodor Weber, Sohn des zu Obersuhl verstorbenen Pfarrers Georg Ludwig Weber, wurde am 5. Februar 1823 zu Obersuhl geboren. Er war vom Herbst


