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plicirte Metamorphoſe durch und ähnelt in ihrer Jugend gewiſſen kleinen Krebſen(den Muſchel⸗ krebſen), die in unſern Bächen und Teichen häufig vorkommen. Faſt unaufhörlich ſtreckt die Enten⸗ muſchel aus dem Schalenſpalt eine Anzahl feingegliederter Beine hervor und zieht ſie wieder ein; durch dieſe Bewegung wird ein Waſſerſtrom erzeugt, der dem Thier das zum Athmen nöthige Waſſer, gleichzeitig aber auch dem Munde deſſelben Nahrung zuführt.
* Balanus balanoides, die Seepocke; am häufigſten im Aquarium auf Krebſen angeheftet anzutreffen. Ihre Schale gleicht einem Blumenkelche, der durch vier kleine Schalenſtücke verſchließ⸗ bar iſt; aus einem Spalt zwiſchen dieſen hervorſchlagend, erzeugen, wie bei der Entenmuſchel, die ſog. Rankenfüße einen ſteten Waſſerſtrom.
Mollusca. Weichthiere.
Zu dieſen gehören die Ascidien, die Armfüßer(Brachiopoda), die Muſcheln(La- mellibranchiata), die Schnecken(Gastropoda) und die Kopffüßer(Cephalopoda). Brachio⸗ poden waren noch nie im Aquarium ausgeſtellt, dagegen finden ſich ziemlich häufig
Ascidien. Es ſind ſackförmige Körper, mit zwei aufwärts gerichteten Röhren, die der Laie kaum für thieriſche Weſen anſehen wird. Bei aufmerkſamer Betrachtung entdeckt man aber doch, daß Leben in ihnen iſt, denn durch die beiden Röhren circulirt ein Waſſerſtrom; durch die eine tritt er ein, durch die andere aus. Außer der
Phallusia mamillata, die an den beulenartigen Auftreibungen ihres milchweißen Körpers zu erkennen iſt, ſind öfters ſchon kleinere Formen im Aquarium beobachtet worden. Nur vorübergehend war auch eine zuſammengeſetzte Ascidie ausgeſtellt:
Botryllus violaceus. Leider iſt es bis jetzt nicht geglückt dieſelbe, wie in andern Aquarien, einzubürgern, wo ſie mit ihren blauen Sternen die Felſen der Becken ſchmückt.
Muſcheln:
In größter Individuenzahl findet ſich vor:
* Mytilus edulis, die Miesmuſchel, auch die Pfahlmuſchel genannt, weil man ſie an Pfählen zieht. Sie dient im Aquarium als Futterthier und wir finden daher in vielen Becken hunderte ihrer Schalen umherliegen. Die Miesmuſcheln heften ſich durch ſog. Byſſusfäden an irgend welchen Dingen an; ſie können dieſe Verbindung jederzeit wieder löſen und auf ihrem Fuße umherkriechen. Aus der Schale ragt, wenn ſie geöffnet iſt, der krauſe Rand des Mantels hervor.
* Ostrea edulis, die Auſter wächſt mit der unteren, gewölbteren Schale an Steinen ec. feſt und kann dieſe Verbindung nicht wieder löſen; ſie hat keinen Fuß. Ihre Brut ſchwimmt frei um⸗ her; im hieſigen Aquarium müſſen die Auſtern Junge erzeugt haben, da man hie und da an Felſen kaum erbſengroße Auſtern fand.
*Pinna squamosa, die Steckmuſchel; mit dreieckiger Schale; ſteckt im Sande und iſt durch Byſſusfäden an ihrer Umgebung befeſtigt. Mittelmeer.


