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in Wiesbaden, Erſterer 16 Tage zu verſchledenen Zeiten, Letzterer den größten Theil des Sommerſemeſters abweſend waren. Profeſſor Bellinger wurde durch die übrigen Lehrer erſetzt; der evangeliſche Religionsunterricht ceſſirte ganz. Ebenſo war der Gymnaſial⸗Zeichen⸗ lehrer, Herr Maler Diefenbach, in Folge eines Höchſten Ortes erhaltenen Kunſtauftrages vom 19. Juni bis zum Schluſſe des Sommerſemeſters den 12. September 1856 beurlaubt, wurde aber durch den Zeichenlehrer der Realſchule in Limburg, Herrn Wingender, erſetzt, der gegen eine beſondere Remuneration dieſen Unterricht an den zwei letzten Tagen jeder Woche am hieſigen Gymnaſium beſorgte.
Eine Beförderung im Range mit Gehaltszulage erhielten die Gymnaſiallehrer Colombel und Dr. Deutſchmann, indem ſie unter dem 27. Juni 1856 zu Conrectoren ernannt wurden, und Letzterer dadurch eine definitive Anſtellung am Gymnaſium erhielt. Außerdem wurden ſechs Lehrer der Anſtalt im Laufe dieſes Jahres mit Gehaltszulagen, Gratificationen und Subventionen bedacht.
Von literariſchen Arbeiten in dem Lehrercollegium erſchienen im Laufe dieſes Jahres:„Causeries. Franzöſiſche Unechelumhen zur Uebung in der Umgangsſprache der Gebildeten, von H. Barbieur. Mainz. Kunze. 1856.“ Ferner:„Die Weltgeſchichte von Dr. F. H. Deutſchmann. 1. Band. Geſchichte des Alterthums. Gießen. Ricker. 1856.“ Ueber eine von Herrn Zeichenlehrer Diefenbach herausgegebene„Anleitung“ ſiehe Nro. III. Statiſtiſche
Ueberſicht: 2 B. Unterricht.
1) Allgemeine Bemerkungen.
Die neue Organiſation des Gymnaſiums von 1855 oder die Reduction der bisherigen 8 Claſſen desſelben auf 7, wie ſie im vorjährigen Programme S. 19 näher bezeichnet worden iſt, blieb in dieſem Schuljahre unverändert, und da die mit einem ſolchen Wechſel natürlich verbundenen Schwierigkeiten und Hemmniſſe durch Zeit und Uebung zum großen Theile überwunden waren, ſo geſtaltete ſich im Ganzen das Ergebniß dieſer neuen Eintheilung erfreulicher, als dies im erſten Jahre der Fall ſein konnte, und läßt unter Vorausſetzung der gehörigen Tüchtigkeit und Umſicht der Lehrer wenig mehr vermiſſen.
Der Unterrichtsplan vom Schuljahre und ſeine Vertheilung unter die Lehrer war alſo olgender:
1. Lehrfächer. Klaſſen und Stunden der Schüler.
a. Sprachen.
d. Wiſſenſchaften. 1 II. m. Iv. v. vI. VII. Summe.
c. Kunſtübungen. 1) Deutſche Sprache 3 2 2 2 2 3 4 18 2) Lateiniſch. 8 10 10 9 9 9 9 64 3) Griechiſch....... 6 6 6 5——— 23 4) Franzöſiſch...... 2 3 3 3 4—— 15 5) Religionslehre..... 2 2 2 2 2 2 2 14 6) Mathematik: a. Arithmetik. 1 2 2 2 2 2 3 3 30
b. Geometrie. 1 2 2 2 2 2 2— 7) Geſchichte....... 3 3 3 3 3 2 2 2 22 8) Geographie...——— 2 3 3 3 11 9) Naturwiſſenſchaft 2 2 2 2 2 2 2 14 10) Academ. Propädeutik. 1—————— 1 11) Kalligraphie..———— 2 2 3 7 12) Zeichnen...——— 2 2 2 2 8 131 Geſag...— L1A 12 22 8 Wöchentl. Stundenzahl 29 32 32 33 35 33 32 32 258
14) Hebräiſch.. 2 2————— 4 15) Engliſch....... 2 2 4
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