Aufsatz 
Die Eröffnung des Goethe-Gymnasiums
Entstehung
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12 am 30. März 1894 war er in der Lage, das ausgearbeitete Projekt vorzulegen, welches außer einer Einschränkung der Aula, welche sich dadurch ermöglichte, daß der Gesang- saal eine solche Anordnung gefunden hatte, daß er als Erweiterung der Aula dienen konnte, mit der preisgekrönten Skizze sich fast genau deckte.

Auf Grund dieses Projektes, welches für die vier Gebäude einen Kostenbedarf von 517000 Mark nachwies, fanden eingehende Kommissionsberatungen statt, als deren Er- gebnis eine nochmalige Umarbeitung des Projektes, welche am 1. April 1895 vorgelegt wurde, zu betrachten ist.

Die Bausumme wurde hierbei, entsprechend einem Gutachten des Hochbauausschusses vom 22. Oktober 1894, auf 522 344 Mark festgesetzt, einschließlich aller in dem früheren Anschlag nicht berücksichtigten Nebenanlagen. Der Betrag für die vier Gebäude hat sich hierbei von 517000 Mark auf 456 000 Mark ermäßigt. Diese Ermäßigung wurde erreicht durch eine Einschränkung der Klassenlänge auf 9 m., welche statthaft erschien, nachdem im Prinzip festgestellt war, daß die Klassen mit nicht mehr als 40 Schülern belegt werden sollten, durch eine Einschränkung des Dienstwohngebäudes und durch die seitens des Architekten in Vorschlag gebrachte Anwendung von Putzflächen an Stelle von Verblendung für die Hoffronten, welche mit Rücksicht auf die in Frankfurt vorhandene treffliche Putz- technik auch aus ästhetischen Gründen den Vorzug verdiente vor der Anordnung einer farbigen Verblendung, welche zu der Sandsteinarchitektur der Fronten einen allzu schroffen Gegensatz gebildet haben würde. Dieses Projekt fand Zustimmung, die Detaillierung begann, und im Juni 1895 konnten die Bauarbeiten in Angriff genommen werden.

Programmäßig sollte der Bau bis zum 1. Oktober 1896 fertig gestellt werden. Eine Verlängerung der Bauzeit bis zum Januar 1897 wurde nötig, weil sich herausstellte, daß bei der eintretenden Frequenz der Anstalt die Einrichtung von Parallelklassen nicht zu umgehen sein würde. Am 11. Februar 1896 faßte der Magistrat deshalb den Beschluß, eine Erweiterung um die drei hierzu nötigen Klassenräume von vorn herein ins Auge zu fassen, wie dies schon bei den Beratungen im Jahre 1894 seitens der Schulverwaltung und des Architekten angeregt worden war.

Der Architekt erhielt den Auftrag zu einer entsprechenden Projektumarbeitung, welche am 19. Februar 1896 zur Vorlage gebracht wurde und eine Nachbewilligung von 28,500 Mk. zur Folge hatte.

Endlich wurde noch laut Protokoll der Stadtverordneten-Versammlung vom 25. Februar 1896 ein Zusatzkredit von 2500 Mk. bewilligt für Herstellung einer Sammel- heizung in der Direktorwohnung an Stelle der projektierten Ofenheizung und von 7500 Mk. für Herstellung der elektrischen Beleuchtung.

Die Gesamtsumme der bewilligten Mittel, welche, soweit dies bis jetzt zu übersehen, bei der Ausführung nicht überschritten sind, betrug hiernach 522,344+ 28,500+ 2500 + 7500= 560,844 Mark.

So erhielt der Bau die endgültige Form, welchem mir jetzt gestattet sei, ohne Weitere Berücksichtigung der Vorgänge, eine kurze Beschreibung zu widmen. Zur Er- läuterung dienen die beigegebenen Tafeln. Die Vorgeschichte mitzuteilen hielt ich für nötig, Weil sich nur hieraus die sonst auffallende Lage des hinteren Treppenhauses im Schulgebäude erklärt, welche leider dem Grundriß als ein nicht mehr zu beseitigender Mangel anhaftet.