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An das Lehrerverzeichniß ſchließen ſich Überſichten über die den Jahresprogrammen beigegebenen Abhandlungen und die bei öffentlichen Schulfeiern gehaltenen Reden an. Es folgen Tabellen über die Schülerfrequenz der einzelnen Klaſſen, eine graphiſche Darſtellung der Geſammtfrequenz, endlich das Verzeichniß der Abiturienten. Eine ſummariſche Überſicht über die letzteren, ſowie über diejenigen Schüler, welche ſich die Berechtigung zum einjährigen Militärdienſt erworben haben, macht den Beſchluß.
Uckermann.
Erklärung der Abkürzungen. K ſteht für Kaſſel.— O bedeutet Oſtern, J Johanni, M Michaelis, H Herbſt, W Weihnachten.— G Gymnaſium, RG Realgymnaſium, R Realſchule, R I. O. Realſchule 1. Ordnung, R II. O. Real⸗ ſchule 2. Ordnung, Rpg Realprogymnaſium, HB Höhere Bürgerſchule.— In den Frequenztabellen geben die den Klaſſen⸗ namen oder ⸗Zahlen beigefügten kleinen lateiniſchen Buchſtaben die Parallelklaſſen an, nicht die Ober⸗ und Unterſtufe.— Wo nichts Anderes bemerkt iſt, ſind die Lehrer evangeliſcher Confeſſion.
I. Verzeichniß der Tehrer, welche ſeit 1845 an der Realſchule thätig geweſen ſind.
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Dirertoren.
1. Dr. Gräfe, Heinrich, 1. April 1843 bis 19. Febr. 1852. † 22. Juli 1868.— Nr. 31.
2. Dr. Grebe, Ernſt Wilhelm, beauftragt 13. Sept. 1855, definitiv 17. April 1861, ausgeſchieden 31. März 1871. † 14. Jan. 1874.— Nr. 33.
3. Dr. Buderus, Karl Heinrich, 1. October 1871. † 27. Oct. 1887.— Nr. 17.
4. Dr. Ackermann, Karl Chriſtian, 1. April 1888.— Nr. 1.
Tehrer.
1. Dr. Ackermann, Karl Chriſtian, geboren zu Fulda am 2. März 1841, erhielt ſeine wiſſenſchaftliche Vorbildung von 1851 ab auf dem Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt, das er Oſtern 1860 mit dem Zeugniß der Reife verließ. Er ſtudirte auf den Univerſitäten zu Marburg und München, anfangs Medizin, wandte ſich aber dann der Mathematik und den Naturwiſſenſchaften zu und legte in dieſen Fächern, ſowie in den beiden alten klaſſiſchen Sprachen im März 1864 das Facultätsexamen ab. Durch Reſcript vom 10. Juni 1864 wurde er der Anſtalt, der er ſeine Ausbildung verdankte, als Practicant zugewieſen und hatte das Glück, unter der Agide ſeines früheren Lehrers Dr. Wilhelm Gies in die Praxis des Berufs eingeführt zu werden. Nach Ablauf des Practicantenjahres blieb


