Aufsatz 
Hydrodynamische Untersuchungen und deren Anwendung auf die Bewegungen der Atmosphäre
Entstehung
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daß sich der oben geschilderte Vorgang hier im Kleinen wiederholt. Einseitige Erhitzung ist hiernach die Ursache der oft so verheerenden Wirbelstürme.

Obgleich es sich nicht läugnen làßt, daß die soeben kurz skizzierte Anschauungsweise zur Zeit vielleicht noch die vorherrschende ist, so hat es doch von jeher an Widerspruch nicht gefehlt. Die entgegenstehende Ansicht, die auch ich für die richtige halte und im Folgenden vertreten werde, lautet: der Wirbelsturm ist eine Folge der Luftbewegung; er wird nicht vom Minimum oder Maximum hervorgerufen, sondern erzeugt selbst das Minimum(unter Umständen auch etwas dem Maximum Khnliches).

Warum vermochte diese Ansicht, die historisch die erste war und die nicht nur von Theoretikern, sondern auch von bedeutenden beobachtenden Meteorologen vertreten und durch wichtige Beobachtungsresultate gestützt wird, sich bis jetzt keine allgemeine Geltung zu verschaffen? Ich glaube zum Teil deshalb, weil ihre Vertreter keine dem jetzigen Stand der Hydrodynamik völlig entsprechende Erklärung geben, veil ihre Entwicklungen zwar im Grunde richtig, doch nicht ganz überzeugend sind. Und doch ist es überraschend leicht, von den allgemeinsten hydrodynamischen Formeln ausgehend die Theorie exakt zu entwickeln, freilich erst dann voll- kommen, wenn die verbreiteten hydrodynamischen Vorstellungen etwas modifiziert werden. Mit diesem Gegenstande haben wir uns zuerst zu beschäftigen.

Zusammenstellung der fundamentalen Gesetze der Flüssigkeitsbewegung.

Die Fundamentalgleichungen der reibungslosen Flüssigkeitsbewegung sind bekanntlich

das« 8 du SP ze X 2 8 G (1).4= 1 8 oder e 8 Y d22 p dw Sp 2 dtz 474*dt 2 e

worin« die Dichtigkeit, p der Druck des Flüssigkeitsteilchens in x, y, Z zur Zeit t, u, v, wW seine Geschwindigkeitskomponenten und X, Y, Z die Komponenten der daselbst angreifenden Kraft, bezogen auf die Masseneinheit, sind. Hierzu tritt die Gleichung der Kontinuitàt, welche aussagt, daß ein Flüssigkeitsteilchen seine Masse nicht ändert:

de(k§V 6*) O dt Vr zy 52). sowie eine Angabe über die Beziehung zwischen Druck und Dichtigkeit. Bei einer inkompressibeln Flüssigkeit ist konstant und(2) geht in

Ju V 31 G) 3x y 2e über. Bei Gasen können wir das Mariotte'sche Gesetz ohne Weiteres zur Anwendung bringen, wenn Warmeänderungen nicht stattfinden. Wir setzen dann (4) p= ale und die Kontinuitätsgleichung lautet

dp(7 65) dt. 4 P 51

IV 1e += o. S§ 2