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h) Den ausserordentlichen Lehreren: 29. Dirigent Boppenhausen für Turnen; 30. Kaplan Hoffmann;/ 31. Lehrer Nau für katholischen, 32. Dr. Stein für israelitischen Religionsunterricht.
Die Schulferien wurden im laufenden Schuljahre schon ganz der im vorigen Programm mitgeteilten Ordnung entsprechend eingerichtet. Nur der Schluss des Schuljahres wird, wie oben Seite 27 schon mitgeteilt ist, eine halbe Woche früher eintreten als sonst.
Der regelmässige Unterricht war in dem verflossenen Schuljahre ganz erheblichen Störungen ausgesetzt. Bei mehr als der Hälfte der Lehrer kamen Unterbrechungen von einem oder wenigen Tagen wegen Krankheit vor. Zwei mussten mehrere Wochen wegbleiben, weil sie ansteckende Krankheiten in der Familie hatten, einer war zweimal acht Tage abwesend, weil er einen Auftrag des Herrn Ministers der Landwirtschaft etc. auszuführen hatte, drei waren zu militärischen Ubungen herangezogen und zwar einer für 13 Tage, einer für 19 Tage und der letzte für ein ganzes Schulquartal. Am 29. Oktober mussten wegen der Wahl zum Abgeordnetenhause von 10 Uhr an, für einige Klassen von 8 Uhr an, den 1. Dezember wegen der allgemeinen Volks- zählung alle Stunden ausfallen. Gemeinschaftliche Klassenspaziergänge fanden am 5. Juni statt. In demselben Monat, zum teil auch erst im August wurden mit den meisten Klassen ein- bis zweitägige Turnfahrten unternommen. Im Januar und Februar wurde an je einem Nachmittage zum Zwecke gemeinschaftlichen Schlittschuhlaufens der Unterricht ausgesetzt.
Mittwoch den 2. September wurde zur Feier des Sedanfestes Vormittags ein Schulaktus abgehalten, wobei Herr Oberlehrer Feitel die Festrede hielt, Nachmittags wurde ein gemein- schaftlicher Ausflug nach dem Tannenwäldchen veranstaltet, wo der Direktor in einer kurzen Ansprache die Bedeutung des Tages hervorhob und mit einem Hoch auf seine Majestät schloss. Danach fanden namentlich die turnerischen Ubungen der Schüler allgemein den verdienten Beifall der zahlreichen Zuschauer.
Am ersten Tage nach den Weihnachtsferien, Donnerstag den 7. Januar, beging die Realschule die Feier des 25 jährigen Regierungsjubiläums Seiner Majestät unseres Kaisers Wilhelm. Den 6 unteren Klassen wurde einzeln die hohe Bedeutung des Tages für unser Königshaus und das ganze Vaterland ans Herz gelegt. Für die übrigen Klassen fand eine gemeinschaftliche Feier statt, wobei Herr Dr. Brunner die Festrede hielt, in welcher er ein Lebensbild unseres Kaisers und Königs vorführte.
Endlich wurde der Geburtstag seiner Majestät am 22. März in der üblichen Weise gefeiert, nachdem durch ein besonders ausgegebenes Programm hierzu eingeladen war. Die Festrede hielt Herr Reallehrer Max Walter über Emanuel Geibels Bedeutung als vaterländischen Dichters.


