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worden und üben auf jung und alt denselben unbeschreiblichen Zauber. So die Gedichte, die anfangen:„Ist der holde Lenz erschienen? Hat die Erde sich verjüngt?“ oder„Freude war in Trojas fiallen, Eh' die hohe Feste fiel“, oder„Priams Feste war gesunken, Troja lag in Schutt und Staub, oder„Seht ihr dort die altergrauen Schlösser sich entgegen schauen Leuchtend in der Sonne Gold?“, oder„Zum XKampf der Wagen und Gesänge“ und viele, viele andere mehr.— Dadurch daß Schiller, besonders in seinen Gedichten sich mit Vorliebe antiker Stoffe bedient und sich in antiken Anschauungen bewegt, hat er die griechische Heldensage und griechische Denkweise wie kein anderer Dichter, in den breitesten Schichten unseres Volkes heimisch gemacht, und durch ihn ist von dem nellenischen(eistesleben und der unvergleichlichen Kultur der Griechen mehr in unser Volk gedrungen, als durch die berufensten Altertumsforscher. Schiller ist noch in höherem Grade als Goethe das unzerreißbare Band, das Deutschland mit dem Altertum verknüpft. Seine Dichtungen sind der goldene Reif, der die deutsche Seele mit der griechischen ver- bindet. Wir können unseren Schiller, den Liebling des Volkes, nicht schöner ehren, und den Dank, den wir ihm schulden, nicht schöner betätigen, als wenn wir an dem klassischen
Altertum festhalten, als dem erquickenden Quell, aus dem Schiller zu schöpfen nicht müde wurde.
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