Aufsatz 
De privatis atque illustrioribus publcis veterum Romanorum bibliothecis eorumque fatis narratio
Entstehung
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Die Gefühle, welche, bei der öffentlichen Mittheilung dieser verehr- lichen Rescripte, mein ganzes Herz erfüllen, sind nicht die der Eitelkeit, sondern des innigsten Dankes gegen Gott, der mich bei einer 45jährigen Dienstzeit an zweien Königl. Anstalten wunderbar geleitet und durch viele schr schwierige Verhältnisse und Umstände glücklich hindurchgeführt hat; es sind die Gefühle des reinsten Dankes gegen den König unsern Herrn, der meine geringen Bemühungen bei verschiedenen Gelegenheiten, und selbst damals, als ich noch in Westphalen stand, grolsmüthig zu belohnen, die Gnade hatte; Gefühle des aufrichtigen Dankes gegen Se. Excellenz, den Herrn Staatsminister v. Altenstein, der mein Gesuch so wohlwollend und leutselig aufgenommen, und bei des Königs Majestät unterstützt hat; Gefühle der Freude, aber auch des Schmerzes mich einerseits am Spät- abend meines Lebens einer schweren Last erledigt zu sehn, und anderer- seits mich von einer Anstalt zu trennen, die ich wegen ihrer ehrwürdi- gen Stiftung und ihres Seegens für die Kirche und den Staat sehr lieb gewann; Gefühle der treuen Anhänglichkeit und freundschaftlichen Gesin- nung gegen meine sämmtlichen Collegen, und besonders gegen die alten derselben, die mich gerade jetzt vor 24 Jahr in ihren Kreis wohlwollend aufnahmen und mit Rath und That unterstützten; und endlich Gefühle des Wohlwollens gegen alle Diejenigen, welche während dieser Zeit in dieser Anstalt Erziehung und Unterricht erhielten. Nur mit diesen Gefüh- len verlasse ich die Anstalt, und bitte Gott, daſs er auch meinem Nach- folger im Amte, dem ich dieselbe in einem blühenden Zustand zu über- geben das Glück habe, in allen seinen Bestrebungen für das fernere Ge- deihen derselben, seine Hülfe und seinen Seegen noch in einem reichern Maaſse schenken möge, als er mir zu Theil geworden ist!

Bis gegen das Ende Juni d. J. werde ich, der höchsten Bestimmung gemäls, alle meine Geschäfte noch fortführen, und ich ersuche daher alle Diejenigen, welche in Dienstsachen der Anstalt Anträge zu machen oder Auskunft zu haben wünschen, sich mündlich oder schriftlich noch so lange an mich wenden zu wollen, bis der wirkliche Antritt meines Nach- folgers im Amte durch die öffentlichen Blätter bekannt gemacht werden wird.

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