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3, 3, 3... Die Geschwindigkeit der progressiven Bewegung ist also in der Abnahme begriffen.
Bei abnehmender Rotationsgeschwindigkeit wiederholt sich der beschriebene Vorgang in umgekehrter Ordnung, d. h.: zeichnen sich die Wellenkreise bei irgend einer Geschwin- digkeit der Scheibe in der Lage A, B, C... ab, so schreiten sie bei allmählig abnehmender Geschwindigkeit zuerst lang- sam, dann mit beschleunigter Geschwindigkeit vorwärts, sodann, wenn sich die Umdrehungsgeschwindigkeit der Hälfte ihres vorherigen Werthes nähert, mit abnehmender Geschwin- digkeit rückwärts u. S. w.
Schwingende regelmässige Polygone und sonstige geschlos- sene geometrische Figuren erzeugen stehende Wellengebilde, welche sich in wechselnder Gestaltung bald als Berg bald als Thal projiciren. So gibt das Sechseck Fig. 6 bei einer gewissen Geschwindigkeit der Scheibe eine Figur, welche sich von der(unter III) erwähnten unmittelbar projicirten Inter- ferenzfigur dadurch unterscheidet, dass bald ein Netz zusam- menhängender Sechsecke ohne helle Mittelpunkte, bald ein System von hellen Punkten ohne Sechsecke zum Vorschein kommt. Wir haben hier also eine stehende Schwingung, bei welcher polygonale Wellenberge mit pyramidalen Wellen- hügeln abwechselnd auf- und abschwingen.
Die Einrichtung des Fig. 5 dargestellten Wellenappa- rates lässt sich auf die eine oder die andere Art modificiren. Wenn eine selbstthätige Vorrichtung mit einer rasch und gleich- mässig rotirenden Achse ohnedies zur Verfügung steht, so ist derjenige Theil des Triebwerkes, welcher die strobosco- pische Scheibe in Bewegung setzt, entbehrlich. Da ausser- dem der selbstthätige Mechanismus zur Erregung der Wellen, wenn auch wünschenswerth, doch nicht unumgänglich noth- wendig ist, so kann diese Funktion auch aus freier Hand be- sorgt werden, indem man an der Achse des schräg gezahnten Rades m ein gewöhnliches Zahnrad anbringt und in dieses ein kleines Getriebe eingreifen lässt, dessen Achse eine Kurbel enthält.


