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tionen sichtbar zu machen, so dass der ganze Vorgang der Wellendurchkreuzung mit den Augen bequem verfolgt werden kann, bringe ich ein Verfahren in Anwendung. welches im Princip mit der Beobachtungsmethode übereinstimmt, deren sich z. B. Magnus bei seinen Untersuchungen über die Be- schaffenheit der Wasserstrahlen bediente, einer Methode, der die Wissenschaft überhaupt manchen Aufschluss über die Natur ffüchtiger Phänomene verdankt. Eine kreisrunde Scheibe von 22 Centimeter Durchmesser, welche mit 12 schmalen gleichweit von einander abstehenden, radialen Einschnitten von 8 Centimeter Länge versehen ist(stroboscopische Scheibe), wird an die vor dem Spiegel gelagerte horizontale Achse xy befestigt. Das nämliche Uhrwerk, welches dem Mechanis- mus zur Erregung der Wellen die Bewegung ertheilt, setzt mittelst einer einfachen Transmission auch die genannte Scheibe in Umdrehung.
Die Wirkung, welche dje Einschaltung der rotirenden Scheibe hervorbringt, ist überraschend. Angenommen, die Vorrichtung k mit den beiden in das Wasser tauchenden Drähten befinde sich in oscillirender Bewegung, so wird man ohne rotirende Scheibe die erwähnten Hyperbeln als helle Lichtlinien auf der Papierebene erblicken, während die von den beiden schwingenden Drahtenden direkt ausgehenden Kreiswellen unsichtbar sind. Sobald man aber die Lichtstrahlen durch die radialen Einschnitte der eingeschalteten Scheibe auf den schrägen Spiegel fallen lässt, so liegt bei einer ge- wissen Rotationsgeschwindigkeit die ganze Erscheinung der primären Wellen als unbewegliches Gebilde vor Augen, gleich- sam wie wenn beide Wellensysteme in irgend einem Momente gegenseitiger Durchkreuzung erstarrt wären. Die Interferenz- curven sind verschwunden und in lauter helle die Durch- kreuzungsstellen beider Systeme bezeichnende Punkte auf- gelöst. Bei etwas verminderter Umdrehungsgeschwindigkeit sieht man diese Punkte in ihren hyperbolischen Bahnen von der Centrallinie aus nach beiden Seiten fortrücken, während die koncentrischen Lichtkreise auf dem Papier langsam und regelmässig sich ausbreiten. Lässt man diejenige Geschwin-


