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züge sich bereits im 79. Bande von Poggendorffs Annalen der Physik aufgezeichnet finden.
Seit jener Zeit nun hat der zur Hervorrufung und Beobach- tung der Interferenzerscheinungen dienliche Wellenapparat, den ich damals unter der Bezeichnung Interforenzoscop be- schrieb, Verbesserungen und Erweiterungen erfahren, welche nicht nur das Phänomen der Interferenz an sich in grösserer Reinheit und Schärfe hervortreten lassen, sondern auch durch die Methode, das Bild der primären Wellen aufzufangen, ein neues Gebiet der Beobachtung aufgeschlossen haben. Es möge mir daher gestattet sein, auf diesen Gegenstand zurückzu- kommen und, an bekannte Prinzipien und Erfahrungssätze anknüpfend, denselben so eingehend, als es der Raum dieser Blätter erlaubt, zu behandeln. Gestützt auf mehrjährige Er- fahrung beim physikalischen Unterrichte, glaube ich es aus- sprechen zu dürfen, dass die in Rede stehende Beobachtungs- methode dem Lehrer der Physik, sowohl beim Vortrag über die Gesetze der Wellenbewegung in F lüssigkeiten überhaupt, als auch bei Gelegenheit der Optik, als Mittel zur Unter- stützung des Verständnisses der Lichtinterferenzen, gute Dienste leisten, ung zur Belebung der Vorstellung des Ler- nenden wesentlich beitragen wird.


