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des Handels in möglichst direkte Beziehung zum PErzeuger zu treten suchen und den Bezug der Waren selbst in die Hand nehmen. Beide Bestrebungen machen sich im Detail- handel besonders fühlbar, engen aber auch das Arbeitsfeld des Grosshandels ein.
VII.
Die moderne Grossindustrie hat eine überflutende Menge von Waren auf den Markt gebracht und die Preise der meisten derselben bedeutend verbilligt. Soweit nun die Preisermässigung eine Folge der Verbilligung des Produktionsverfahrens ist, wird der Fabrikant durch sie nicht beeinträchtigt. Wenn aber unter dem Andrange der Konkurrenz die Preise weiter sinken, wird der Unternehmergewinn geschmälert, und der Fabrikant sucht nach Mitteln, seine Einnahmen zu erhöhen. Vermag er nun mit einer Preiserhöhung im Verkehre nicht durchzudringen, so übernimmt er oft den Vertrieb seiner Waren selbst und wendet sich dadurch jenen Gewinn zu, der sonst dem Händler zu- gefallen wäre.
Der erste Schritt. zu welchem diese Ausschaltungstendenz führt, richtet sich gegen den Grosshandel. Das Mehl wird von der Mühle nicht an den Grossisten sondern direkt an den Bäcker, der Zucker von der Fabrik mit Umgehung des Grosshandels, an den Kolonialwarenhändler geliefert. Der Producent passt sich dem oft wenig geschäfts- mässigen Gebahren der Detaillisten an, er begnügt sich mit dem Verkaufe in kleineren Mengen, um den Preis seiner Erzeugnisse ohne Beeinträchtigung seines Gewinnes möglichst niedrig zu gestalten.
In ihren weiteren Konsequenzen richtet sich aber jene Tendenz auch gegen den Kleinhandel und führt in einzelnen Produktionszweigen zu einer vollständigen Verdrängung des selbständigen Handels aus dem Absatzprozesse: die Schuhfabrik etabliert eine eigene Niederlage, die Hutfabrik hat ihren Verkaufsladen, die Cigarrenfabrik hat an grösseren Orten vielleicht nicht eine sondern mehrere Verkaufsstellen. Die Möglichkeit, derartige Filialen zu errichten, ist jedoch sehr begrenzt. Sie müssen sich entsprechend der arbeits- teiligen Gestaltung der Produktion auf jene wenigen Artikel beschränken, die in der betreffenden Fabrik erzeugt werden, und solche Spezialgeschäfte finden nur auf dem Boden der Grossstädte den notwendigen Absatz Sie schädigen daher in erster Linie die städtischen Detailhändler. Aber die Produzenten greifen auch auf das Gebiet des ländlichen Kleinhandels über. Sie entsenden Detailreisende, welche, im Gegensatz zum Geschäfts- reisenden, nicht bei Kaufleuten sondern bei den Konsumenten Aufträge sammeln; sie fordern durch Kataloge und Preislisten zu direkten Bestellungen auf, und organisieren, begünstigt durch den billigen, einheitlichen Portosatz für 5 kg-Packete ein Versandtgeschäft, welches den Kleinhändlern selbst entlegener Ortschaften Abbruch thun kann.
Neben der besprochenen, vom Producenten ausgehenden Ausschaltungstenden⸗z beobachten wir eine solche auch von seiten des Konsumenten. Auch dieser bemüht sich, die Händlerreihe ganz oder teilweise zu umgehen, um möglichst an der Quelle die Waren zu billigeren Preisen einzukaufen. Für den einzelnen Konsumenten ist aber der Producent


