Aufsatz 
Biologische Exkursionen
Entstehung
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um mich davon zu überzeugen, daß hier in der Tat eine wert⸗ volle Beobachtung vorliege.

n die Klaſſe wurde die Kufforderung gerichtet, dasEtwas genau anzuſehen nnd ſich dann über ſeine Ratur zu äußern. Viele waren der Meinung, es müſſe ſich hier wohl um einen abgeriſſenen, dicht benadelten Kiefernzweig handeln, der in der Rrone hängen ge⸗ blieben ſei. Während noch über die Möglichkeit dieſer Deutung hin⸗ und hergeredet wurde, meldete eine Schülerin, ſie habe ſoeben ganz deutlich wahrgenommen, wie ſich der Gegenſtand ihrer Beob⸗ achtung bewegte; ihrer Anſicht nach ſei der vermeintliche Kiefern⸗ zweig ein größerer DVogel. Sie hatte recht.

Während wir nun unſere Blicke geſpannt nach oben richten, ſtreicht ein Vogel von etwa Taubengröße ab. Er fliegt aber nur bis zur nächſten Kiefer und fußt hier ziemlich frei auf einem dicken, wagrecht abſtehenden Kſte, ſo daß wir ihn von unſerem Standort aus ganz bequem beobachten können. Der dicke Ropf, der bald vorgeſtreckt, bald zurückgezogen wird, läßt keinen Zweifel darüber aufkommen, daß wir es mit einer Eule zu tun haben. Und als nun gar noch die ziemlich langen Ohrfedern zum Vorſchein kommen, da iſt es klar, daß eine Waldohreule(Asio otus) von uns auf⸗ geſtöbert worden iſt.

Das ſonderbare Benehmen der Eule, die keine Miene machte weiterzufliegen, wies mit ziemlicher Sicherheit darauf hin, daß wir uns in nächſter Nähe des horſtes befanden, der in nbetracht der Jahreszeit wohl Junge enthielt. In dieſem Salle aber mußte er leicht zu finden ſein, da die jungen Eulen, um ihr Reſt rein zu halten, ihren flüſſigen Kot über den Horſtrand hinausſpritzen, der dann in einem gewiſſen Umkreis den Boden ſowie die hier ſtehenden Sträucher bedeckt.

Die Schülerinnen, die auf dieſes Derhalten der jungen Eulen auf⸗ merkſam gemacht werden, begeben ſich auf die Suche, und über⸗ raſchend ſchnell iſt der horſtbaum gefunden. Kber erſt nach ge⸗ raumer Zeit gelingt es uns, den horſt ſelbſt zu entdecken. Er iſt es handelt ſich wohl um ein verlaſſenes Krähenneſt in dem oberſten, dichten Geäſt der Kiefer ſo vorzüglich verſteckt, daß er nur von einer einzigen Stelle aus überhaupt geſehen werden kann.

hiermit waren nun unſere Beobachtungen zunächſt zu Ende.

Ich ſelbſt jedoch hielt mich ſtets auf dem laufenden und konnte nach ungefähr 14 Tagen feſtſtellen, daß die jungen Eulen flügge ge⸗