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Beſchaffenheit, und bei genauerem Zuſehen entdecken wir, an den haaren angeklebt, zahlreiche Sandkörnchen und kleine In⸗ ſekten, vor allem Blattläuſe. Auf Grund dieſer Befunde nehmen wir an, daß die Ausſcheidung von Klebſtoff aus den Drüſenhaaren wohl den Zweck hat, gewiſſen Inſekten den Weg nach den Blüten zu verſperren.
Ob nicht vielleicht auch den Drüſenhaaren die Sähigkeit zu⸗ kommt, gewiſſe Stoffe aus den verweſenden Inſektenleibern direkt aufzunehmen und der pflanze zuzuführen, ſollte dahingeſtellt bleiben.
4. An einem pfaffenhütchen(Evonymus europaeus), das mit anderen Sträuchern zuſammen am Wegrande ſteht, haben wir Gelegenheit, ein Raupenneſt zu beobachten. Die noch jugend⸗ lichen Raupen der Geſpinſtmotte(Hyponomeuta evonymella), die das Ende eines 5weiges nebſt allen ſeinen Blättern mit ihren Säden dicht umſponnen haben, laſſen ſich bei ihrem Fraße zunächſt nicht ſtören. Die geringſte Erſchütterung des Sweiges genügt jedoch, um die Räupchen zur Flucht zu veranlaſſen. An Säden, die, wie wir ſehen, vom Munde ausgehen, laſſen ſie ſich blitzſchnell ins Gebüſch niederfallen und entziehen ſich ſo allen weiteren Nach⸗ ſtellungen.
5. Bei der an trockenen Stellen des nahen Kiefernwaldes maſſen⸗ haft vorkommenden 3ypreſſenwolfsmilch(Euphorbia zyparis- sias) fällt uns vor allem der aus den Stengelwunden austretende weiße Milchſaft auf. In dicken Tropfen fällt er zur Erde, z. T. bleibt er auch an den Singern hängen und läßt alsbald beim Ein⸗ trocknen eine ziemlich ſtarke Klebrigkeit empfinden, eine Eigen⸗ ſchaft, die als bedeutſam für den raſchen Verſchluß und die heilung von Wunden bezeichnet wird. Kuch auf die Giftigkeit des Milchſaftes wird hingewieſen. Wir betrachten ſie als ein wirkſames Mittel, weidende Tiere, ganz beſonders Schnecken, fernzuhalten.
Einer kurzen Betrachtung unterziehen wir ſchließlich noch die in Scheindolden dicht zuſammenſtehenden grüngelben Blüten. Ihr in⸗ tenſiver honigduft läßt uns auf zahlreichen Inſektenbeſuch ſchließen, wenn auch heute infolge des wenig günſtigen Wetters nichts davon zu ſehen iſt.
6. Von den am Rande des Kiefernwaldes ſtehenden Sträuchern intereſſiert uns beſonders der Sauerdorn oder die Berberitze (Berberis vulgaris), zunächſt wegen der auffallend zahlreichen, weit⸗ hin leuchtenden goldgelben Blütentrauben. Der durchdringende


