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gerade durch das Bewußtſein, daß gleichwohl das Gedeihen der Pflan⸗ zen zum großen Theile von ſeiner pflegenden Hand abhängt, ſich ver⸗ pflichtet fühlt, mit aller Geduld nnd Ausdauer die zarte Pflanze von dem wilden, die edlen Säfte der Pflanzen entziehenden Unkraute zu befreien; wie er die Erde auflockert und unter Mühe und Anſtrengung die Pflanze mit allen Beförderungsmitteln des Wachsthums verſorgt und dann erſt im Vertrauen auf Gott eine Frucht ſeiner Mühe, eine lohnende Ernte erwartet: ſo ſoll auch die Erziehung, trotz ihrer Be⸗ ſchränktheit, ihre Aufgabe, die immerhin eine große iſt, mit Gewiſſen⸗ haftigkeit löſen; dann darf ſie in Zuverſicht und Vertrauen auf den Segen Gottes, dieſe Bedingung alles Gelingens, auf ein thatenreiches, kräftiges Leben und Streben, auf lebensfriſche Entwickelung, auf Cha⸗ rakterfeſtigkeit ihrer Sprößlinge zuverſichtlich hoffen.—


