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um 10. Uhr in dieſer Haupt⸗Kirchen— zum ordentlichen Professorem in Theologia et Philosophia solleniter praesentirt und introducirt werden ſoll,— damit dieſes lang deſiderirte Schulwerck ſo einen glücklichen Anfang gewinne. In hominis unias virtute — heißt es in den Randbemerkungen dazu— plurimum momenti est Liv. Iib. 18. Et magna laus est et gratia magna ex omnibus unum hominem elaborare in ea re, quae est multis profutura Cie. pro
Murena.“
²) Endlicher Haupt⸗Receß So durch Hohe Vermittelung unterſchied⸗ licher Chur- und Fürſtlicher Häuſer Zwiſchen dem Hochgebohrnen Graffen und Herrn, Herrn Friedrich Caſimirn, Graffen zu Hanau, Rieneck und Zweybrückeu, Herrn zu Müntzenberg, Lichtenberg und Ochſenſtein, Erbmarſchallen und Ober⸗Vogten zu Straßburg Und Ihro Hochgräflicher Gnaden der Reformirten Religion zugethanen Unterthanen in Dero Graff⸗ ſchafft Hanau⸗Müntzenberg, Beydes in Eeclesiasticis und Politicis, den 1½6 Angusti des 1670. Jahrs, auffgerichtet, Und Von der mit⸗ interessirten Hochfürſtlichen Vormundſchafft ſo wohl in Dero Hoch⸗ gräflichen Pupillen als aller Nachkommen Nahmen beliebt und mit ein⸗ gegangen, So dann hernach Von Ihro Kayſerlichen Majeſtät Allergnädigſt conflrmirt und beſtättiget worden.
Wenn auch durch dieſen Neceß begreiflicher Weiſe, auf Grund des zwiſchen der Gräflichen Linie Hanau⸗Lichtenberg und Hanau⸗Münzen⸗ bergiſchen Linien aufgerichteten Pactum de anno 1610, vor allem„die reformierte Religion bei allen Rechten, Privilegien und Freyheiten belaſ⸗ ſen und geſchützt“ und der status ecclesiasticus derſelben, nach„dem Inhalt der Augſpurgiſchen Confession und Apologiae in maßen der⸗ ſelbige in der Churfürſtlichen Pfaltz Kirchen⸗Ordnung und Catechismo erkläret und aufgeführet“ natürlich unverändert erhalten werden ſollte, ſo wurde doch auch andererſeits beſtimmt, daß„denen Lutheriſchen bey dieſer Graffſchafft Hanau⸗Müntzenberg und zugehörigen Orthen das Coexercitium Religionis liberum indefinitum et illimitatum cum annexis, als da ſeynd die Anricht⸗ und Beſtellung abſonderlicher Con- sistorien, Kirchen und Schulen, wie auch Annehmung derſelben Bedien⸗ ten neben denen dazu gehörigen Juribus Patronatus und andern Rechten, ohne einige Dependentz von der andern Religion— mit gleichmäſſigen Rechten und Freyheiten, als bey denen Reformirten, ungekränckt und unverrückt verbleiben.“


