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thon, das zu dieſer Phyle gehörte, hatten die Aiantiden den rechten Flügel, wie vor Troja ihr Ahnherr das eine Ende des Lagers ein⸗ genommen. Ihn, den Ajas und Telamon nebſt den andern Aeaki⸗ den riefen die Athener vor der Schlacht bei Salamis, indem ſie zu allen Göttern beteten, zu Mitſtreitern an. Nach dem Siege aber wurden dem Ajas in Salamis zugleich mit dem Poſeidon auf dem Iſthmus und der Athene auf Sunium Akrothinien des Perſerſiegs geweiht.“
„Die ganze Tragödie enthält demnach— ſo urteilt Welcker¹)— obgleich ſie auf entferntem Boden ſpielt, eine nahe Beziehung auf Athen. Sie ſchließt ſich denen von Attiſchem Inhalt an, ebenſo wie zu ihnen Oedipus auf Kolonos unerachtet der fremden Heimat der Hauptperſon gehört: und Ajas muß dem vaterländiſchen Gefühl um ſo höher gelten, da er unter den durch Homer berühmten Helden der einzige attiſche war.“ Darum beſchränkt denn Sophokles ſeine Aufgabe nicht darauf „den Ajas aus dem Wahnſinn zur Beſinnung und einem alle Schmach auslöſchenden Tode zu führen, in großer Gewaltſamkeit und in ſchönen menſchlichen Gefühlen, in tiefem Verfall und im höchſten Glanze ſeiner Heldenehre zu zeigen, ſondern das Ziel war das Heroenthum, zu wel⸗ chem er nach abgebüßtem Fehler durch ſeinen Tod eingehen ſollte. Hieraus ergiebt ſich von ſelbſt, daß die Beſtattung der Leiche nicht bloß inſofern erforderlich war, als bei den Alten das Schickſal der Menſchen nicht mit dem Tode, ſondern mit dem Scheiterhaufen endigte, oder um dem Abgeſchiedenen die Ruhe der Todten zu gewähren. Nein, auf etwas Höheres für Ajas ſelbſt und zugleich für Athen kam es an, das weit mehr eines ernſten Kampfes werth war,“ auf die von den Athenern dem Ajas erwieſene heroiſche Vereh⸗ rung, welche immer zu ihrem Anknüpfungspunkte ein Grabmal verlangte 2).
*) A. a. O. S. 282. *) K. F. Hermann Lehrb. d. gottesdienſtl. Alterth.§. 16. 3.


