— 13—
ligandi ratione habita. Commentatio lexicologica. Seripsit Gustavus Volkmar. Ilersfeld bei Schuster. 8. p. V. u. 112. in den Buchhandel gekommen ist, von der philosophischen Facultät der Landes-Universität am I. October 1838 zum Doctor der Philosophie creirt.
Der Gymnasial-Lehramts-Candidat Carl Wilhelm Piderit, welcher seit dem November 1837 sein Probejahr am hiesigen Gymnasium bestand, wurde, nachdem er im November 1838 der practischen Prüfung bei der zu Marburg versammelten Prü- fungs-Commission sich unterworfen hatte, durch ein gnädigstes Rescript SFeiner Ho- heit des Kurprinzen und Mitregenten am 9. Jan. 1839 zum Hülfslehrer am hiesigen Gymnasium mit einem jährlichen Gehalt von 300 Thalern ernannt. Den or- dentlichen Gymnasiallehrern Dr. Creuzer und Pfarrer Jacobi wurden durch gnä- digste Rescripte vom 5. December 1838 und 9. Januar 1839 Gehaltszulagen ertheilt.
Eine wichtige Erwerbung wurde gegen Ende des Jahrs 1838 dem Gymnasium zu Theil, indem mit Bewilligung Kurfürstlichen Ministeriums des Innern das ehema- lige städtische Waisenhaus, dass schon lange her von den Waisen nicht mehr bewohnt wurde und nur dem Verwalter der Waisenkasse zur Wohnung diente, wegen seiner für die Zwecke des Gymnasiums sehr günstigen Lage, nachdem es von Sr. Excellenz dem Ierrn Minister des Innern bei seiner erfreulichen Anwesenheit dahier selbst be- sehen worden war, durch gerichtlichen Vertrag vom 14. Nov. 1838 von den städ- tischen Behörden erkauft und vom Gymnasium sogleich in Besitz genommen wurde, um in der besseren Jahreszeit vollends eingerichtet zu werden.— Ausserdem waren im Laufe des Sommers mehrere nothwendige Reparaturen und Verbesserungen an dem grossen Hörsaal, dem Conferenzzimmer uad an den Wohnungen der Lehrer für die dazu verwilligte Summe vorgenommen worden.
Der Geburtstag des gnädigsten Landesherrn Seiner Hokeit des Kurprinzen und Mitregenten, unter Höchstdessen Regierung den Gymna- sien eine so bedeutende Erweiterung und Verbesserung zu Theil geworden ist, wurde auch in dem verflossenen Jahre am 20. Aug. durch einen feierlichen Sing- und Rede-Akt begangen, dem die meisten Behörden der Stadt und viele andere Personen beiwohnten. Mehrere Gesünge wurden unter der Leitung des Gesanglehrers von den Schülern ausge- führt, von 2 Primanern, Heppe aus Gottsbüren und Werner aus Homberg, über der Feier des Tags angemessene Gegenstände Reden gehalten und der ganze Akt von dem Direktor mit einem Vortrag über den Werth des Gemeingeistes und mit Wünschen für das Wohl des erhabenen Regenten beschlossen. Die Feier des Tages wurde am
2*


