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Paschalem facis bis celebrare diem.
Quamvis incipiant modo surgere semina sulcis,
Hic egomet hodie te revidendo meto......
Quamvis nudus ager nullis ornatur arislis,
Omnia plena tamen te redeunte nitent. Hiermit vergleiche man das vorhergehende Gedicht(VIII, 11) an Radegunden, als sie sich für die Dauer der Fastenzeit in ihre Zelle einschloss:
Mens fecunda Deo Radegundis, vita sororum,
Quæ, ut foveas animam, membra domando cremas;
Annua vota colens hodie claudenda recurris;
Errabunt animi te repetendo mei.
Lumina quam citius nostris abscondis ocellis!
Nam sine te nimium nocte premente gravor.
Omnibus exclusis uno retineberis antro;
Nos magis includis, quos facis esse foris;
Et licet hic lateas brevibus fugitiva diebus,
Longior hic mensis quam celer annus erit.
Tempora subducis ceu non videaris amanti,
Cum, vos dum cerno, hoc mihi credo parum.
Sed tamen ex voto tecum veniemus in unum,
Et sequor huc animo, quo vetat ire locus.
Hoc precor incolumem referant te gaudia paschæ,
Et nobis pariter lux geminata redit. An verschiedenen Stellen seiner Gedichte spricht Fortunatus davon, dass er an den Küsten des Oceans und zwar des britannischen wohne; III, 31, 3. 5:
Nos maris Oceani tumidum circumfluit æquor—
Sequana te retinet, nos unda Britannica cingit; im Anſange des Briefes an den ihm befreundeten Felix, Bischof von Nantes(im 3. Buch) sagt er: oscitante me prope finitima pelagi; vgl. auch die schon oben angeführte Stelle VII, 9, 8. Wir dürfen aber hierbei nicht denken, dass er wirklich in der Nähe der Seeküste sich bleibend aufgehalten; es ist vielmehr nur eine Bezeichnung des Gebiets der Stadt Poitiers(Pictavi), die wie soviele andere gallische Städte ihren Namen von den alten Einwohnern des Landes, den Pictones, erhielt, deren Gebiet bekanntlich bis an die Küste des aquitanischen Meeres sich erstreckte, das sogenannte klein-Britannien aber war dieser Küste benachbart. Brower(pag. 13 seiner Ausgabe) will aus den Worten in dem Briefe des eben erwähnten Felix an unsern Dichtfer a. a. O.: quod delectabiliter adiecistis, me domnæ meæ Radegundis muro caritatis inclusum schliessen, dass unser Dichter mit Radegunden auf einem einsamen Eiland der dortigen Küste eine Zeit lang in ascetischer Einsamkeit zugebracht; aber die angeführten Worte bezeichnen in dem schwülstigen, ühberladenen, gesuchten Styl, wie er der Prosa des Fortunatus eigen ist, nur den innigen Verband der Geistesfreundschaft, wodurch er mit Radegunden verknüpft war; auch die Stelle I, 17 sagt durchaus nichts von einem Aufenthalt desselben auf einer solchen Insel, wie Brower will. Dass übrigens damals fromme Scelen sich namentlich während der vierzigtägigen Fasten des Gebetes und der


