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mögen als einen, dem meine Homerika neu, und nicht gar glaubl. geweſen. Durch einen Zufall habe ich den Brief von ihm noch hier, den Sie mir nach Lauchstädt ſchickten, wo er es deklarirt. su Ich möchte aber ohne ſeine und Ihre beſtimmte Bewilligung nicht dergl. thun. Aber was denken Sie, wenn man, oder wenn Sie ſelbſt, ſein Freund, bei ihm deshalb anfragten 282 Kein Menſch, kein Gott kann doch dem trefflichen Manne zum Verbrechen machen, daß er damals das Neu hieß, was er nicht gehört hatte. Denn ſehen Sie: meine Lage mit Heyne iſt blos die: der niederträchtige Pfifficus giebt mir izt ſowohl in der erſten Lobeshudeleiss als in der Recenſion über den ihm„un⸗ bekannten Hauch“st deutl.(am Rande: nicht ſo??) ſchuld, ich führe Ideen von ihm aus; er will immer ſo etwas gedacht, geſchrieben, vorgetragen haben. Vom letzteren Stück weiß ich nun nur ſehr wenig, wie ich ihm documentiren werde; allein was das geſchrieben betrifft, ſo hat mein Famulus mir nun ſchon aus den operibus u. opuscul. des M. an die 8 locos probantes gebracht, worunter einige unglückl. Weiſe vor 3—4 Jahren geſchrieben ſind, ohne die radotirende Abh. zum Leche- valier,“ die niemand ſchreiben kon ute, der meine Ideen hatte, zu rechnen.(Erinnern Sie ſich mehrerer ähnl. loci, oder auch ſolcher, wo er ſich beſſern Ideen zu nähern auch nur ſcheinen möchte, ſo verbänden Sie mich im höchſten Grade, et celabitur auctor.) Doch es iſt mir nicht möglich viel von dieſem M. zu ſchreiben, da ich leider mehr, als ich je gern mochte, über ihn drucken laſſen muß.6 Doch laſſen Sie letzteres ganz unter uns bleiben: den Anfang erhalten Sie durch mich in natura. Leider kömmt da, currente calamo, Ihr Pythag. nochmals in größerem Ernſt als in der A. L. Z. an die Reihe.“? Was denken Sie, was er dann thut?? Doch auch nichts! In
*¹ Vergl. Wolfs Brief vom 22. Juni 1795 und n. 53.— Jacobs hatte übrigens die Heyneſchen Vor⸗ leſungen nur kurze Zeit gehört. Er war nur 1 Jahr(vom Mai 1784 ab) in Göttingen, und während dieſes Jahres war Heyne mehrere Monate krank und übertrug die Vollendung ſeines Kollegs über die Iliade dem Prof. TDychſen. Vergl. Jacobs, vermiſchte Schriften Bd. VIII, S. 335.
*2¶ Böttiger antwortet am 11. Febr. 96:„Sobald ich Ihren letzten Brief erhalten hatte, ſchrieb ich an Jacobs, und ſuchte zu erforſchen, wie er in Abſicht auf die Stelle ſeines Briefs, von der Sie Gebrauch zu machen gedächten, geſinnt ſey. Allein der gute Mann will durchaus auch in der Ferne nicht genannt ſeyn, da ihm ſeine Verhältniſſe zu Hleyne] die größte Behutſamkeit und Schonung nöthig machen. Dazu kommt, daß er dieſen Brief nicht an Sie ſelbſt geſchrieben hat, und mich nun obendarein wegen der Mittheilung desſelben in fremde Hände in An⸗ ſpruch nimmt.“
** Die Heyneſche Recenſion der Prolegomena in den„Göttinger Anzeigen von gelehrten Sachen“ 186. Stück, den 21. Nov. 1795, S. 1857— 1864.
** Heynes Anzeige einer von ihm in der Gött. Kön. Geſellſchaft der Wiſſenſchaften den 1. Aug. 1795 ge⸗ haltenen Vorleſung. Gött. gel. Anz. 203. St., den 19. Dec. 1795. S. 2025— 2036.— Die Stelle, auf welche Wolf ſich bezieht, heißt:„Von dem Digamma weiter zu ſprechen, gehört in dieſe Blätter nicht; genug, dieſer uns unbe⸗ kannte Hauch diente ſtatt eines Mitlauters...“— Bekanntlich verdankte Heyne ſeine noch unklaren Vorſtellungen von dem digamma aeolicum dem Handexemplar von Bentley. Wolf wollte nur metriſche Eigentümlichkeiten feſt— ſtellen, da von einem Digamma kein alter Schriftſteller berichte. Vergl. Prol. p. CXIII n. 84 gegen Ende.
ss Über dieſe Stellen und Heynes Schrift„Lechevaliers Reiſe nach Troja“(1794) ſpricht Wolf im 4. Briefe an H. Hofrath Heyne. Vgl. Briefe an Herrn Hofrath Heyne, Berlin 1797, S. 118 ff.
*6 Die Briefe an Heyne erſchienen in Reichardts Zeitſchrift„Deutſchland“, nur der erſte(vom 18. Nov. 1795) wurde an Heyne als Handſchrift abgeſchickt.
** Vergl. Wolf, Briefe an H. H. Heyne S. 11.


