Aufsatz 
Zur Topographie und Geschichte der linksmainischen Landwehren der Reichsstadt Frankfurt
Entstehung
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genommen, und zeigte, wieviel Preuſsens Könige durch die ernste Auffassung ihrer Herr- scherpflichten, ihre hingebende Arbeit im Dienste des Staates, ihre Einsicht und Thatkraft zu der gegenwärtigen Gröſse unseres Vaterlandes beigetragen haben. Am Schlusse der Feier konnten Schülern aller Klassen wertvolle Erinnerungsgaben überreicht werden. Seine Majestät der Kaiser hatte die Gnade gehabt, eine gröſsere Anzahl von Exemplaren des von Emil Doepler d. J. entworfenen farbigen Gedenkblattes für die Lehranstalten zur Verfügung zu stellen. Aufserdem wurde auf Veranlassung der städtischen Schulbehôrde die Jubelfestschrift von Friedrich Polack, Zweihundert Jahre Preuſsisches Königtum, an die besten Schüler der oberen und mittleren Klassen verteilt.

Von einer Schulfeier des Geburtstages Seiner Majestäât des Kaisers, der in diesem Jahre auf einen Sonntag fiel, wurde Allerhöchster Bestimmung gemäſs im Hinblick auf die vorausgegangene patriotische Feier abgesehen; die Schüler wurden am voraus- gehenden Samstag auf die Bedeutung des Tages hingewiesen.

4. Revisionen und Prüfungen.

Im Auftrage des Herrn Ministers nahm Herr Professor Mohn, Lehrer an der Königlichen Kunstschule zu Berlin, am 19. September eine Revision des Zeichenunterrichtes in sämtlichen Klassen vor. In einer darauffolgenden Besprechung legte er die Grundsätze dar, die für die Behandlung dieses Unterrichtsfaches maſsgebend sein müssen.

Herr Geheimer Regierungsrat D. Dr. Lahmeyer unterzog am 6. Februar die Anstalt einer Revision und wohnte dem Unterrichte in einer Reihe von Klassen bei.

Das Zeugnis der Reife erwarben zu Michaelis 2 Schüler der Oberprima. Die schriftliche Prüfung fand in der Zeit vom 20. bis 24. August statt, die mündliche wurde am 6. September unter dem Vorsitz des Herrn Geheimen Regierungsrates D. Dr. Lahmeyer abgehalten.

An dem Ostertermin hatten sich insgesamt 33 Oberprimaner, und zwar 15 Schüler der Oberprima a und 18 Schüler der Oberprima b, zur Reifeprüfung gemeldet. Die schrift- lichen Prüfungsarbeiten wurden in den Tagen vom 7. bis zum 14. Februar angefertigt. Vor der mündlichen Prüfung wohnte am 14. März Herr Geheimer Regierungsrat und vor- tragender Rat im Ministerium Gruhl dem Unterrichte in beiden Abteilungen der Oberprima mehrere Stunden hierdurch bei, um sich von dem allgemeinen Wissensstande der Schüler zu überzeugen. Die mündliche Prüfung fand am 18. März unter dem Vorsitz des Unter- zeichneten und in Anwesenheit des Herrn Bürgermeisters Schrader als Vertreters der städtischen Schulbehörde statt. Die Reife konnte 31 Schülern zugesprochen werden; von diesen wurden 23 von der mündlichen Prüfung befreit.

Die im Jahre 1892 zum Nachweis der Reife für Obersekunda angeordnete Ab- schluſsprüfung ist, wie bereits oben mitgeteilt, schon für dieses Mal in Wegfall gekommen.