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zeichnete hat die Ehre, dem Gymnaſium in Caſſel in dankbarer Anerkennung der dort ſeinem Sohne Max zu teil gewordenen vorzüglichen Erziehung und wiſſenſchaftlichen Ausbildung 50 Exemplare des Werkes Boos„Rheiniſche Städtekultur“ mit der Bitte zu ſtiften, alljährlich den beiden beſten Schülern bei der Reifeprüfung je ein Exemplar zu 4 Bänden als Prämium zu überreichen. Mit ausgezeichneter Hochachtung ergebenſt Freiherr von Heyl zu Herrnsheim.“ Für dieſe ſchöne und reiche Gabe ſei auch an dieſer Stelle herzlicher Dank geſagt.
Am 17. Auguſt beſuchte Herr Provinzial⸗Schulrat Dr. Baier den Unterricht von 7 Lehrern der Anſtalt.
Am 18. Auguſt fand im Beiſein der Lehrer und Schüler des Gymnaſiums unter Leitung des Profeſſors Paulus ein Wettſchwimmen in der Gerhardtſchen Badeanſtalt ſtatt.
Die ſchriftliche Reifeprüfung des Abiturienten Romain war vom 21. bis 24. Auguſt, die mündliche unter dem Vorſitz des Direktors am 18. September.
Am 2. September fand in der üblichen Weiſe die Feier des Tages von Sedan ſtatt. Es wechſelten Muſikvorträge, Chorgeſänge und Deklamationen. Die Feſtrede hielt Oberlehrer Dr. Piſtor über die Belagerung und Einnahme Straßburgs. Am Ende der Feier wurden an die Sieger im Wettſchwimmen Preiſe verteilt.
Das übliche Waldfeſt am Nachmittag mußte leider des ungünſtigen Wetters wegen ausfallen. Dagegen fand das für dieſes Feſt geplante Schauturnen am 7. September 12 Uhr auf dem Schulhofe ſtatt. Die Sieger erhielten Preiſe.
Bei Gelegenheit der Anweſenheit Sr. Majeſtät des Kaiſers und Königs in der Provinz wurde dem Direktor das Kreuz der Ritter des Hohenzollernſchen Hausordens Alller⸗ gnädigſt verliehen.
Die Herbſtferien dauerten vom 30. September bis 16. Oktober.
An der großen Verſammlung deutſcher Philologen und Schulmänner in Hamburg zu Anfang Oktober nahmen teil die Profeſſoren Püttgen, Paulus und Prätorius.
Am 16. Oktober trat als Seminarkandidat bei der Anſtalt ein Dr. Wilhelm Israel aus Hersfeld und zugleich als Lehramtsaſſiſtent der Kandidat Maurice Evrat aus Angouleme, dieſer, um die Schüler der oberen Klaſſen in kleinen Gruppen von 5 bis 6 Teilnehmern in franzöſiſcher Konverſation zu üben. Leider wurde Dr. Israel uns ſchon nach 14 Tagen wieder entzogen, um eine Vertretung am hieſigen Wilhelms⸗Gymnaſium zu übernehmen.
In den Juliferien wurde das Direktorzimmer geteilt, um ein Sprechzimmer für Eltern der Schüler zu gewinnen, in den Herbſtferien wurde die Turnhalle mit einem erweiterten Vorbau verſehen zur Aufbewahrung von Turngeräten und Schränken für die Turnſchuhe und zu Anfang März d. J. begann der Umbau des Erdgeſchoſſes des Lyzeumsgebäudes zu Läden.
Am 16. Oktober wohnten der Direktor und Profeſſor Hüpeden im Evangeliſchen Vereins⸗ hauſe der Feier des fünfzigjährigen Beſtehens der Mädchenmittelſchule bei, und der Direktor überbrachte die Glückwünſche der fünf höheren Knabenſchulen der Stadt.
Am 1. November überſandte Se. Exzellenz der Wirkliche Geheimrat Dr. Adolf Stölzel in Berlin dem Gymnaſium ein Exemplar ſeiner eben erſchienenen Schrift:„Die Verhandlungen über Schillers Berufung nach Berlin, geſchichtlich und rechtlich unterſucht“ mit der Widmung:„Dem König⸗ lichen Friedrichs⸗Gymnaſium in Caſſel von einem ſeiner älteſten, jetzt im 75. Jahr ſtehenden Schüler.“


