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9. Chriſtian Eißer aus Frankfurt a. M., 15 J. 4 M. alt,
10. Wilhelm Freſenius aus Frankfurt a. M., 15 J. 9 M. alt,
11. Georg Gehring aus Frankfurt a. M., 15 J. 7 M. alt,
12. Jean Grunow aus Frankfurt a. M., 16 J. 3 M. alt,
13. Wilhelm Hettler aus Frankfurt a. M., 15 J. 10 M. alt,
14. Max Hetzelein aus Eichberg(Naſſau), 17 J. 8 M. alt,
15. Philipp Hill aus Frankfurt a. M., 16 J. alt,
16. Jean Huber aus Frankfurt a. M., 15 J. 4 M. alt,
17. Jean Neuwerth aus Frankfurt a. M., 15 J. 7 M. alt,
18. Bernhard Roth aus Frankfurt a. M., 16 J. 8 M. alt,
19. Fritz Rumpf aus Frankfurt a. M., 15 J. 6 M. alt,
20. Germain Schäffer aus Frankfurt a. M., 16 J. 9 M. alt,
21. Hermann Schepeler aus Frankfurt a. M., 15 J. 8 M. alt,
22. Heinrich Zinkand aus Frankfurt a. M., 15 J. 6 M. alt.
Die Abgangszeugniſſe wurden den Abiturienten am Schluſſe der öffentlichen Prüfung(am
7. April) vom Direktor eingehändigt.
Das Schuljahr begann am 21. April. Vormittags wurden die neuen unterſten Klaſſen in der Schule gebildet, die neu eintretenden Schüler in ihre Klaſſen eingeführt und darauf die Lektions⸗ pläne allen Klaſſen mitgetheilt; der planmäßige Unterricht nahm Nachmittags 2 Uhr ſeinen Anfang.
Im Lehrerkollegium trat eine Änderung zunächſt inſofern ein, als für Herrn Dr. Ulbrich, deſſen Verſetzung in den Ruheſtand das vorjährige Programm mitgetheilt hat, Herr Dr. Auguſt Fritſch, an der Schule proviſoriſch ſeit Oſtern 1868 beſchäftigt, vom Conſiſtorium und Magiſtrat ernannt und berufen wurde. Derſelbe theilt über ſeinen Lebensgang Folgendes mit: Dr. Auguſt Fritſch, geboren zu Friedberg am 24. Juni 1837, beſuchte das Gymnaſium zu Gießen in den Jahren 1853— 55, ſtudierte dann zu Gießen und Würzburg Philologie; beſtand nach abgelegter Fakultäts⸗ prüfung 1861 ſein Probejahr am Gymnaſium zu Darmſtadt, hielt ſich 1862—65 in Italien auf und war 1865— 68 Profeſſor an der Generalſtabsſchule zu Paris.
Nach erfolgter Beſtätigung durch das Königl. Provinzial⸗Schulkollegium wurde Herr Dr. Fritſch von dem damit beauftragten Direktor vor dem verſammelten Lehrerkollegium verpflichtet und in ſein Amt eingeführt.
Nachdem unſre unteren und mittleren Klaſſen(IV— II) bereits in Parallel⸗Cötus getheilt worden waren, mußte unſre Abſicht darauf gerichtet ſein, auch die Vorſchulklaſſen in dieſer Weiſe zu trennen. Durch das Entgegenkommen der betreffenden ſtädtiſchen Behörden gelang es, in dem von der Stadt angekauften, der Schule nahe gelegenen Waiſenhausgebäude einen Theil des Erdgeſchoſſes für Schulzwecke zu gewinnen und einzurichten, ſo daß im Herbſte 3 Vorſchulklaſſen(IX, VIla und VIIb) dahin überſiedeln konnten. Da zunächſt nur eine Klaſſe(VII) getheilt wurde, genügte die Verwendung eines neuen Hilfslehrers, als welcher Herr W. Bardorff der Schule von den Vereinigten evangeliſch⸗proteſt. Conſiſtorien zugewieſen ward. Wir hoffen, Oſtern 1871 auch IX und VIII theilen zu können.


