Aufsatz 
Die Schule und die Familie
Entstehung
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Die Sommerferien begannen am 3. Juli und dauerten, nachdem von den Ver. Conſ. ihre Verlängerung auf vier Wochen beſchloſſen worden war, bis zum 3. Auguſt.

Am 18. Auguſt beehrte Herr Geh. Oberregierungsrath Dr. Wieſe unſre Schule mit ſeinem Beſuche und wohnte in den Vormittags⸗ und Nachmittagsſtunden dem Unterrichte in den oberen Klaſſen der Knabenſchule bei. Am 18. September nahm Herr Provinzial⸗Schulrath Dr. Rumpel aus Kaſſel perſönlich Kenntnis von den Einrichtungen der Schule und hospitierte in den Klaſſen IV in den hauptſächlichſten Lehrfächern. Von unſerer Mädchenſchule nahm am 28. November Herr Regierungs⸗ und Schulrath Kretſchel aus Kaſſel, Mitglied des Provinzial⸗Schulkollegiums, in gleicher Weiſe Kenntnis.

Von Verfügungen der oberen Behörden ſind an dieſe Stelle als von allgemeinem Intereſſe zu erwähnen:

1) Der K. Oberpräſident Herr von Möller macht unter dem 1. September 1868 bekannt, daß mit dem 1. Oktoberauch die Angelegenheiten der höheren Unterrichtsanſtalten von den K. Regierungen zu Kaſſel und Wiesbaden auf das K. Provinzial⸗Schulkollegium übergehn. Unter den in dem Reſcripte aufgeführten Schulen befindet ſich sub V. auch die höhere Bürgerſchule in Frankfurt a. M. Dieſes Reſcript wurde der Schule durch Erlaß der K. Regierung zu Wiesbaden unter dem 5. September mitgetheilt.

2) Derſelbe weiſt den Direktor, unter Mittheilung einer an die vereinten evang.⸗proteſt. Kon⸗ ſiſtorien am 24. September erlaſſenen Verfügung an,in allen Angelegenheiten der höheren Bürgerſchule, in welcher der Direktor an das Provinzial⸗Schulkollegium zu berichten habe, die Vermittlung und Mitwirkung der ſpeziellen Aufſichtsbehörde in Anſpruch zu nehmen.

3) Das K. Provinzial⸗Schulkollegium in Kaſſel ſchreibt unter dem 16. November an die vereinten evang.⸗proteſt. Konſiſtorien, daß von jetzt ab an Programmen behufs des Aus⸗ tauſches 247 Exemplare an das Schulkollegium und 126 Exemplare an die Geheime Regiſtratur des K. Miniſteriums der geiſtlichen, Unterrichts⸗ und Medizinal⸗Angelegenheiten einzuſenden, innerhalb der Regierungsbezirke Kaſſel und Wiesbaden aber die Programme direkt auszutauſchen ſeien.

Die Sammlungen der Schule wurden auch im vorigen Schuljahre nach Maßgabe der zur Verfügung ſtehenden Mittel erhalten und erweitert. Die Errichtung der bisher noch fehlenden Schüler⸗ bibliothek wird hoffentlich bald in Angriff genommen werden dürfen.

Die Frequenz der Schüler in beiden Semeſtern ſtellt ſich unter Zugrundelegung des Beſtandes vom 1. Mai und 1. November wie folgt:

A. Höhere Bürgerſchule.

Sommerhalbjahr: Winterhalbjahr: Vorſchule. Klaſſe 3(IX).. 66 Schüler. Vorſchule. Klaſſe 3(IX).. 64 Schüler. 2(VII) 64 12(VIII) 64

1(vII). 71,(WWID). 66 201 Schuͤler. 194 Schüler