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wohl vergessen nach„Blut“ die Worte:„nicht mehr“ hinzuzufügen. Denn offenbar ist die Absicht des Teukros nicht die, durch das Emporrichten ferneres Bluten hervorzurufen, sondern es zu verhindern. Nun erhebi aber Nauck gegen die Sache Bedenken, durch welche er sich berechtigt glaubt die Stelle für unecht zu erklären. Auch die vorausgehenden Verse von ν—ναᷣ½(1402) an hält er für das Einschiebsel eines Inter- polators. Auf diese will ich hier nicht eingehen; hören wir aber, nach welchem Gesichtspunkte die Verse 1409 ff. betrachtet werden.„Der kleine Knabe Eurysakes war nicht wohl imstande dem Teukros beim Emporheben der Leiche des Aias zu helfen: dazu waren kräftigere Arme erforderlich. Dals aber aus Aias' Leichnam, den man lange vergeblich gesucht, über deſsen Bestattung Teukros zuerst mit Menelaos, dann mit Agamemnon längere Auseinandersetzungen gehabt hatte, bis endlich das Eingreifen des Odysseus den Starrsinn des Agamemnon überwand, dafs aus diesem Leichnam noch in dem Augenblicke, wo man zur Bestattung sich anschickte, heifse Strahlen schwarzen Blutes emporsteigen sollen, dies läſst sich weder von naturhistorischer noch von ästhetischer Seite rechtfertigen.“ Der Einwand, den der erste Satz dieser Darstellung erhebt, wird durch die von mir gegebene Erklärung hinfällig. Wie viel die Hülfe des Eurysakes dem Teukros nützen konnte, ist ganz gleichgültig. Dagegen ist es vom poetischen Stand- punkte aus nicht bloſs zuläſsig, sondern geradezu sinnig erdacht und für die Zuschauer gewiſs ergreifend, daſs der zarte Knabe mit Hand anlegt, um den Leib des Helden in die Höhe zu heben. Wie verhält es sich aber mit den ‚heifsen Strahlen schwarzen Blutes“, deren Emporspringen naturgeschichtlich und ästhetisch nicht gerechtfertigt sein soll?
Zur Beantwortung dieser Frage empfiehlt es sich auf eine frühere Stelle der Tragödie zurück- zugreifen, nämlich auf die Verse 917— 919. Dort verwehrt Tekmessa dem Chore, der den Leichnam seines Herrschers sehen will, den Anblick mit der Begründung, der Körper sei so entsetzlich anzuschauen, dals selbst ein Freund es nicht ertragen könnte:
Oudele dy, dπσσhmχƷ⁵☚ iνogs, rAαln érerr ́ oνν deνϋ τρ˙ νας τ‿ε̈ oννis Anye à³ανκον ανν αάmπν oixeiας φρασανσς.
Tekmessa bedeckt den Leichnam mit einem Mantel. So erreicht der Dichter den scenischen Zweck, dals der Schauspieler, der den Aias gespielt hatte und V. 974 in der Person des Teukros wieder erscheinen mulfste, durch eine Versenkung entfernt werden konnte, wofür dann eine Figur an die Stelle gebracht wurde. Wenn nun in den Versen 918 f. gleichfalls von dem aus dem Leichnam noch hervorflielsenden Blute die Rede ist, so findet das Nauck auch hier„befremdlich“. Er hält die„detaillierte Schilderung des Aus- sehens der Leiche“ für„ungehörig“ und die sprachliche Form für tadelnswert.„Unpassend ist ρ ς mτνανο unpassend die Kopula xe, unpassend uelααemνσεsν, unpassend oixetaς. In allen diesen Ausstellungen wird eine übermäſsig scharfe Kritik an dem Dichter geübt; denn es liegt kein triftiger Grund vor die Verse mit Nauck als von einem Interpolator herrührend zu tilgen. Infolge des durch ihn selbst vollzogenen Mordes lälst Aias dunkles Blut zur Nase hin und aus der roten Wunde emporquellen.(οαᷣ ⁶ε eigentlich ‚in die Höhe blasen). Hier strömt also das Blut an zwei Stellen aus, einmal aus der Nase, dann aus der Wunde selbst. Daſs% ος τπνας gesetzt ist, nicht èx uνον, ist nicht zu tadeln. Zur Nase muſs das Blut erst hinfliefsen, bevor es heraustritt; bei der Wunde ist das anders. ανπνν steht metony- misch für das, was durch lμιι wv bewirkt wird, die Wunde. Weckleins Konjektur, der ꝓ/νdOã&8) für aAννπσ
¹) Um seinen Anderungsvorschlag zu rechtfertigen, bemerkt Wecklein(Rhein. Mus. 36 S. 140):„Wenn Amph Wunde bedeuten sollte, was es sonst. in solcher Weise nicht bedeutet, mülste die Wunde wenigstens durch einen Schlag beigebracht sein, was hier nicht der Fall ist“. Will man 771 in so engem Sinne fassen, so wird man zu manchen anderen Konjekturen veranlalst sein. Im Philoktet bezeichnet sich der Held(V. 266 f.) als: rij deννςρ⁵ονmνηαmννννν ννε deνοοeνωmνπμεμemνμσμν Der Biſs der Schlange war gewiſs auch kein Schlag; trotzdem


