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Weniger, einzig und allein getrieben durch das in den höchſten und heiligſten Lebensgütern ver⸗ letzte menſchliche Gefühl erhebt ein harmlos Volk von Hirten ſich gegen ſeine Dränger und„bricht mit reiner Hand der blut'gen Frevel ſegenvolle Frucht“.
„Es greift hinanf getroſten Muthes in den Himmel
Und holt hernnter ſeine ew'gen Rechte, Die droben hangen unveräußerlich Und unzerbrechlich wie die Sterne ſelbſt.“
In Kampf und Sieg bewährt es ſich würdig des unſchätzbaren Kleinodes der Freiheit durch ſeine Treue und Biederkeit, durch ſeinen unver⸗ brüchlichen Sinn für Recht und Geſetz, durch ſeine Beſonnenheit und Thatkraft, ſeine Mäßi⸗ gung und Selbſtbeherrſchung im Rath und in der That, durch ſeine Einigkeit und Feſtigkeit. Wo anders als in dieſem idealen Muſterbilde fände unſere Jugend einen mächtigern Antrieb wie zu reiner Begeiſterung für die Freiheit und zu glühendem Haſſe gegen Alles, was ihr feind⸗ lich in den Weg tritt, ſo zur Liebe und Anhäng⸗ lichkeit an das Vaterland; wo anders eine ein⸗ dringlichere Mahnung, alle dieſe Tugenden der Väter zu wahren und zu pflegen, ohne welche die Freiheit und Unabhängigkeit des ſchönen Vaterlandes nicht beſtehen kann?
Daß Schiller die Schweiz, die ſein Fuß nie betreten hat, die er nur aus Göthe's Beſchreibung, und das Schweizervolk, das er nur aus der Ge⸗ ſchichte kannte, ſo treu, ſo anſchaulich und lebendig geſchildert hat, darum mag man ihn billig be⸗


