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verweilen möchte; aber die Rückſicht auf die vor⸗ geſchrittene Stunde nöthigt mich, gerade dieſen Abſchnitt meiner Rede am meiſten zu verkürzen, und ich darf dieß um ſo eher, da der Schul⸗ unterricht ſelbſt fortwährend ſeine praktiſche Aus⸗ führung übernimmt. Für die gereifteren Jüng⸗ linge findet der Lehrer in Schiller's ſchwunghafter Gedankenlyrik und in den ſpätern Dramen, und ſchon für die jüngern Schüler beſonders in den einzig in ihrer Art daſtehenden Romanzen den ergiebigſten Stoff, zugleich mit der Bildung des poetiſchen Geſchmacks und Urtheils den ſittlichen Geiſt zu läutern und zu kräftigen, eine ſriſche und reine Begeiſterung zu erwecken für alles Edle, was Menſchenherz erhebt.
Es wird ſich dem Blicke des Schülers auf's an⸗ ſchaulichſte, lebendigſte und eindringlichſte darſtellen in der Freundestreue des Möros, welche alle Schwierigkeiten, Gefahren und Verſuchungen über⸗ windet und ſelbſt den kalten, argliſtigen, allem Glauben an menſchliche Tugend entfremdeten Tyrannen zur Anerkennung zwingt, in dem jugend⸗ friſchen Muthe des Tauchers, der ſich auf Leben und Sterben in den Strudel der Charybdis ſtürzt, und wenn er, von der vereinigten Macht der Ehre und der Liebe getrieben, ſeiner eigenen Mahnung vergißt, der Menſch ſolle die Götter nicht verſuchen, doch unſere Bewunderung eben ſo ſicher erweckt wie unſer tragiſches Mitleiden, in der Mannhaftigkeit des Ritters De⸗ lorges, der, nachdem er um der äußern Standes⸗ ehre willen das kühne Wagniß beſtanden, zur


