Aufsatz 
Schiller, der Liebling der Jugend. Rede, bei der Schillerfeier ... 1859 gehalten
Entstehung
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Gemuͤth und ergreift daher mit Freuden auch die heutige Gelegenheit, die Theilnahme ihrer Schuler fuͤr Schiller zu befeſtigen, zu ſteigern und in die rechte Bahn zu lenken, den dunkeln Drang, in welchem ſie ſich zu ihrem Lieblings⸗ dichter hingezogen fühlen, zu klarerem Bewußt⸗ ſein zu erheben.

Iſt die Bezeichnung des Standpunktes, von welchem aus die heutige Betheiligung unſerer Schuͤler an der Schillerfeier aufgefaßt ſein will, geeignet, ihnen von Seiten der verehrten Gäſte, ich darf wohl ſagen ihrer Angehörigen, die bil⸗ lige Nachſicht zu ſichern und dadurch die Zag⸗ haftigkeit zu mindern, deren ſie ſich trotz aller Begeiſterung für die Sache nicht entſchlagen können: ſo darf auch ich meinerſeits mit Ruͤck⸗ ſicht auf die eigenthümliche Aufgabe, welche ich zu loͤſen habe, wohl dieſelbe Nachſicht beanſpru⸗ chen, deren ich mich nicht minder als ſie bedürf⸗ tig fuühle. Denn ich habe nicht zu einem unge⸗ miſchten, auf gleichem Boden der Einſicht und Bildung ſtehenden Zuhörerkreiſe zu reden, ſon⸗ dern zu gleicher Zeit zu gebildeten Männern und Frauen, zu reifern Jünglingen und zu Schülern, welche kaum an der Schrdelle des Jünglings⸗ alters ſtehen. Ich werde demgemäß der Ver⸗ ſuchung widerſtehen muſſen zu reden von der hohen und weithinragenden Bedeutung, welche Schiller überhaupt hat als Menſch und als Schriftſteller, als Geſchichtsſchreiber und als Politiker, als philoſophiſcher Denker und als akademiſcher Lehrer, als Aeſthetiker und als