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13. Der Minist. Runderlass v. 25. Okt., mitgeteilt durch Rundverf. vom 24. Nov., enthalt genaue Vorschritten über Heizung und Reinigung der Tu un hallen. In erster Hin- sicht gelte eine Lufttemparatur von 12— 15(Cels.(ce. 100— 129 R.) als die geeignetste. und die untere Grenze von 12° Cels. solle bei strenger Winterkälte auch erreicht werden.
14. Durch Rundverf. v. 17. Jan. erfolgte die Mitteilung, dass S. Majestät der Kaiser und König von dem Werke„Deutschlands Seemacht sonst und jetzt“ von W islicenus enne grS- sere Anzahl von Ex. für besonders gute Schüler von deutschen höh. u. mittl. Schulen aller Art als Prämien zum 27. Jan. zur Verfügung gestellt habe. Zugleich wurde 1 Ex. des Werkes zu dem gedachten Zwecke übersandt. 4*
15. Die Verf. v. 4. Febr. betrifft die Versetzung des Oberlehrers Prof. Dr. Vomberg an das Gymnasium in Hanau zum 1. April d. J.—
16. Unter dem gleichen Datum wurde mitgeteilt, dass der Kandidat des höh. Schulamts Adolf Schlitt(seit Herbst 1891 am Bischöflichen Gymnasium zu Strassburg i. E. be- schäftigt) zum Oberlehrer ernannt und vom 1. April d. J. ab der hiesigen Anstalt über- wiesen sei.
III. Zur Chronik.
Nachdem Montag den 18. April die Aufnahmeprüfungen stattgefunden hatten, wurde am folgenden Tage das neue Schuljahr mit feierlichem Gymnasialgottesdienst begonnen, nach welchem die übliche Versammlung in der Aula folgté. Der neu ernannte Oberlehrer Dr. Otto.“ der zum Ersatz für den mit dem I. April in den Ruhestand getretenen Pro- fessor Hillebrand der Anstalt überwiesen war. wurde von dem Direktor in sein Amt ein- geführt; im übrigen wurde der Eröffnungsakt in gewohnter Weise abgehalten. Um 9 Uhr nahm der Unterricht seinen Anfang.
Am 18. Mai fielen die Lehrstunden des Prof. Dr. Vomberg aus, welcher an der in Höchst abgehaltenen Generalversammlung von Lehrern höh. Schulen der Provinz teilnahm.
Samstag d. 11. Juni begannen mit Schluss des Vormittagsunterrichts die achttägigen Pfingstferien.
Am 17. Juli wurden die Lektionen des Oberlehrers Gundlach, der an der Kreissynode in Runkel teilzunehmen hatte, anderweit ersetzt.
Am 26. Juli wurde mit den Schülern der IIumz ein Ausflug nach der Saalburg bei Homburg, am 28. dess. M. nachmittags mit den Primanern nach Hachenburg und Marienstatt, mit den Schülern der 3 unteren Klassen nach Diez und mit denen der III u. III nach Schloss Schaumburg unternommen.
Das Sommerhalbjahr wurde Samstag den 13. Aug. nach Beendigung des Vormittags- unterrichts mit Austeilung der Censuren geschlossen.
Der Unterricht für das W.-S. begann Dienstag den 20. Sept. 8 Uhr morgens.
Mit Genehmigung der Behörde beteiligte sich Prof. Hesse vom 3. bis 15. Okt. an dem in Frankfurt a. M. abgehaltenen naturwissenschaftlichen Kursus. Seine sämtlichen Lehr- stunden wurden teils durch Vertretung teils durch Kombination ersetzt.
* Dr. phil. Heinrich Otto, geb. den 25. Dez. 1863 zu Homburg v. d. Höhe, katholischer Konfession, bestand die Reifeprüfung zu Eichstätt im August 1881, widmete sich dann auf den Universi- täten zu Strassburg, Bonn und Marburg dem Studium der klassischen Sprachen, des Deutschen und der Geschichte und legte die Lehramtsprüfung im Dez. 1887 zu Marburg ab. Nach Vollendung des Probe- jahres an der Realschule zu Wiesbaden wurde er zunächst 1½ J. an dieser Anstalt und dann am Real- gymnasium daselbst v. Ostern 1889 bis dahin 1891 als Hilfslehrer beschäftigt, weiterhin bis Herbst dess. J. am Gymn. zu Corbach, ferner i. J. 1892 cinige Monate am G. zu Hersfeld, und v. 1. Okt. an bis Ost. 1893 am Realgymn. zu Wiesbaden, dann den grössten Teil des Sommers dess. J. am G. zu Rinteln. Vom 1. Okt. 1893 an war er 2 J. hindurch wieder am Realgymn. zu Wiesbaden, darauf 1¹2 J. am Realprog. zu Homburg und von Ost. 1896 ab in Cassel 1 J. am Wilhelmsgymn., dann 1½ J. an der Oberrealschule, enducn v. Herbst 1897 bis Ostern 1898 am G. zu Wiesbaden als Hilfslehrer thätig. 3


