Aufsatz 
Beiträge zur Lehre vom Relativum bei Homer : 2. Theil / von Friedrich Otto
Entstehung
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Schüler irgendwie störend einwirken könnte, desto dringender müssen wir die Eltern derselben bitten, unseren Bestrehungen nicht durch Verwöhnung und Verweichlichung in der häuslichen Erziehung entgegenzuwirken.Sit mens sana in corpore sano muss oberster Erziehungsgrundsatz sein und bleiben. 1d AMANIIIA

II. Chronik des Gymnasiums.

Luvörderst ist das Ergebniss der am Schlusse, des Schuljahrs 1862 68 mit 7 Oberprimanern vorgenommenen Maturitätsprüfung(s. Programm v. 1863 8. 36) hier nachzutragen. Die gedachten Abiturienten und zwar: Ferdinand Elenz aus Wies- paden, Karl Faber aus Wiesbaden, Lothar Friedvich aus Wiesbaden, Theodor Höfeld aus Bürstadt, Eduard Magdeburg aus Diez, Heinrich Sachs aus Wies- baden und Ulrich Schleicher aus Wiesbaden erhielten, nachdem auf die schon früher vorgenommene schriftliche Maturitätsprüfung am 13. und 14. März auch die mündliche gefolgt war, sämmtlich das Zeugniss der Reife zu den akademischen Studien.

Der Eröffnung des Schuljahrsging am 22. April die Aufnahmeprüfung voran, zu welcher sich 41 Schüler und zwar 27 für VII, 2 für VI, 4 für V, 4 für IV, 3 für III und 1 für IIb gemeldet hatten. Von diesen wurden 28 in VII, 2 in VI, 4 in V, 4 in IV, 2 in III aufgenommen; einer verzichtete auf die Aufnahme. Da nun auf Grund von Abgangszeugnissen 3 Schüler ohne Prüfung auf das hiesige Gymnasium übergingen und zwar 1 von dem Pädagogium zu Dillenburg in VI, 2 von dem Gym- nasium zu Weilburg in V, so wurden vor dem Beginne des Schuljahrs im Ganzen 43 Schüler in das Gymnasium aufgenommen.

Am 23. April wurde das neue Schuljahr auf herkömmliche Weise in der Aula mit Gebet, Anrede und Vorhalt der wichtigsten Bestimmungen der Schulgesetze durch den Director feierlich eröffnet, welcher am Schlusse noch eine besondere Anrede an die Schüler der beiden oberen Classen hielt und ihnen ihre Pflicht, den jüngeren Mit- schülern mit dem Beispiele untadelhaften Betragens und angestrengten PFleisses jeder- zeit voranzugehen, aufs nachdrücklichste einschärfte. Am 24. April nahm der Unter-

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richt seinen Anfang. Die Püngstferien dauerten vom 23. Mai bis zum 1. Juni. Am 24. Juli wurde das hohe Geburtsfest Seiner Hoheit des Herzogs in Pnluter Weise durch Gesänge, Vorträge und Declamationen der Schüler, zu wel- chen durch ein Programm eingeladen worden war, in der Aula feierlich begangen. Der Oberprimaner Wilhelm Christfreund hielt einen lateinischen Vortrag über das Thema: Quibus artibus senatus, Romanus ad augendum imperium Romanum usus sit; der Unterprimaner Hermann Jägey entwickelte in deutschem Vortrage die Verdienste König Heinrichs I. um Deutschland und der Oberprimaner Karl Genth hielt eben- falls einen deutschen Vortrag, Weleher eine Vergleichrung des Orestes und Pylades in Goethe's Iphigenie auf Tauxris zum Gegenstande hatte. Die Festworte sprach der Di- rector, und zwar über die wesentlichsten Mittel, durch welche von dem Gymnasium