Aufsatz 
Der Feldbau der Römer
Entstehung
Einzelbild herunterladen

III. Zur Schulgeschichte.

1. Schulzeit und Unterbrechung des Unterrichts. Gesundheitszustand.

Das Schuljahr wurde eröffnet am 10. April und endigt am 7. April. Für die Schulferien war die Ferienordnung vom 31. März 1802 massgebend. Während der ersten Schulwoche war Prof. Dr. Wolff wegen Teilnanme an dem archäologischen Cursus in Berlin beurlaubt. Der Vorschullehrer Schultheis wurde in Fortsetzung seines Urlaubs zur Wiederherstellung seiner Gesundheit(s. die vorjährigen Schul- nachrichten) durch den Schulamtsbewerber Boerner bis zum 3. Juni vertreten. Ausserdem war vom 24. Juni bis zum 1. Juli Vorschullehrer Sauer infolge Einziehung zu einer militärischen Dienstleistung beurlaubt. Durch Krankheit wurden an Er- teilung des Unterrichts verhindert Prof. Dr. Wolff an 5 Tagen, Oberlehrer Degen- nardt an einem Tage, Oberlehrer Wiegandt an 2 Tagen, Dr. Handwerck und Lehrer Mauck an 2 Tagen, Lehrer Schultheis an 3 Tagen. Der Gesundheits- zustand der Schüler war im ganzen günstig. Leider hatten wir aber auch in diesem Jahre den Tod eines lieben Zöglings zu beklagen. Am 10. September erlag ein Schüler der ersten Vorschulklasse, Eritz Muschenheim, ein Liebling seiner Lehrer und die Freude seiner Eltern, der Diphtheritis. Reiche Hoffnungen wurden mit ihm zu Grabe getragen. Seine Mitschüler gaben ihm das letzte Geleit.

2. Verändenungen im Lehrerkollegium.

Zur Ableistung des Probejahrs wurde zu Ostern der Kandidat des höheren Schulamts Wilhelm Ulrich, im Herbst der Kandidat Dr. Richard Andrae der Anstalt überwiesen. Der erstere musste jedoch bereits nach vierzehn Tagen die Ver- tretung eines erkrankten Lehrers an dem Gymnasium in Hanau übernehmen und war an unserem Gymnasium nur noch in der Zeit zwischen Pfingsten und den Sommerferien beschäftigt, da er auch später einen Lehrer in Hanau zu vertreten hatte.

3. Schulfeste.

Das abgelaufene Schuljahr war reicher als irgend eines seit Gründung unseres Gymnasiums an Gedenkfeiern und festlichen Veranstaltungen von seiten der Schule. Abgesehen von den nationalen Gedenktagen, die in herkömmlicher Weise mit Andacht und Vortrag begangen wurden, beteiligte sich die Anstalt im Sommer an den Zweitägigen Festlichkeiten, welche die Stadt Frankfurt zu Ehren ihres grössten Sohnes Wolfgang Goethe in glanzvoller Weise bei der 150. Wiederkehr seines Geburtstages veranstaltet hatte. Am Morgen des 27. August nahmen die Schüler der Klassen Prima bis Obertertia an der Spalierbildung bei dem Huldigungszug zum Goethedenkmal und eine Deputation von Lehrern und Schülern an diesem Zuge