Aufsatz 
Zur Lebensgeschichte des Dichters und Malers Friedrich Müller / Oertel
Entstehung
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VII. Bibliotheken und Apparate.

Die zur Vermehrung der den beiden hiesigen Gymnasien gemeinschaftlichen Bibliothek zur Verfügung stehenden Mittel wurden wie bisher in der Art verwendet, dass vom Realgymnasium 150 Thaler für Anschaffung mathematischer und naturwissenschaftlicher Werke, vom Gymnasium 200 Thaler für die übrigen Fächer verausgabt wurden. Für die Schülerbibliothek der unteren Klassen waren 25 Thaler bewilligt. Ausserdem genehmigte der Herr Minister auf den Antrag des Berichterstatters, dass aus den Rechnungs-Ueberschüssen des Jahres 1874 250 Thaler zur Gründung einer nach Klassenstufen geordneten Schülerbibliothek auch für die mittleren und oberen Klassen der Anstalt verwendet würden. Die zu sonstigen Bedürfnissen, Apparaten und dergl. bewilligten 200 Thaler waren in folgender Weise auf die einzelnen Fächer vertheilt: Für die Naturaliensammlungen 60 Thaler, für den chemischen Apparat 50 Thaler, für den geographischen 20 Thaler, für den mathematischen 6 Thaler, für den Apparat zum Gesang- unterricht 60 Thaler, für den kalligraphischen Apparat 4 Thaler. Den physikalischen Unter- richt erhielten unsere Schüler wie seither in dem betreffenden Lehrzimmer des Realgymnasiums. Auch der Apparat für den Zeichenunterricht wurde von beiden Gymnasien gemeinschaftlich benutzt. Für den zum Gebrauche beider Gymnasien dienenden Turnapparat waren im Etat 50 Thaler ausgeworfen, welche ihrer Bestimmung gemäss verwendet sind.

Die Verwaltung der Gymnasialbibliothek und des geographischen Apparates besorgte Oberlehrer Seyberth, die der Schülerbibliothek Gymnasiallehrer Dr. Büsgen, die der Biblio- theca pauperum Oberlehrer Otto, die der Naturaliensammlungen und des chemischen Apparates Professor Dr. Kirschbaum, die des mathematischen Apparates Oberlehrer Dr. Eickemeyer, die des Zeichen-Apparates Zeichenlehrer de Las pée, die des Apparates für Gesang und Schreiben Elementarlehrer Sc hmitt, die des Turnapparates Turnlehrer Weber.

1. Lehrerbibliothek.

AAus Anlass der oben(S. 33) erwähnten Ministerial-Verfügung vom 20. November 1874 sei hier zunächst mitgetheilt, dass die Bibliothek des humanistischen Gymnasiums im Jahre 1846 aus der kleinen Büchersammlung des früheren Pädagogiums entstanden und 1857 durch Vereinigung mit der des Realgymnasiums vergrössert worden ist. Sie enthält keine Handschriften und von werthvollen älteren Büchern nur:

W. v. Eschenbach, Parzival und Titurel. 1477. Fol. Ohne Titel und sehr beschädigt. Die Jahreszahl steht am Ende.