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pass. giebt es überhaupt nicht. Deshalb bleibt die gewöhnliche Uebersetzung dieser Formen am besten ganz weg und werden die Formen nur auswendig gelernt; Anwendung und Verständnis bleibt wie bei manchen anderen Dingen, die in den untersten Klassen gelernt werden, einer späteren Zeit, hier der Quinta, überlassen. Bei den Infinitiven des Präsens und Perfekt lernen die Schüler von Anfang an auch die Uebersetzung mit„zu’, also ,delere zerstören oder zu zerstören, deleri zerstört werden oder zerstört zu werden' u. s. w. Die Form mit zu' ist viel häufiger und wenn der Schüler sie nicht gleich mitlernt, wird er leicht beim Vorkommen solcher Formen verwirrt und verleitet, das passivische Supinum II zu setzen. Dass es überflüssig ist, zu amaturum und amatum esse den Plural hinzuzufügen, ist bereits bei sum S. 7 erwäühnt. Beim inf. fut. pass. ist wiederholt daran zu erinnern, dass amatum Supinum ist und deshalb nicht verändert werden kann. Was iri ist, lernt der Schüler erst in Quinta.
Das Participium. Für das partic. fut. act. ist die beste Uebersetzung zerstören wollend.’ Wenn das auch kein gutes Deutsch ist, so giebt es doch einen Sinn, und bei dem etwaigen Vorkommen der coniugatio periphrastica in der Lectüre begreift der Sextaner leicht, dass deleturus est er ist ein zerstören wollender’ soviel ist als ,er will zerstören.“ Nicht selten findet eine Verwechslung zwischen dem part. praes. act. u. perf. pass. statt, also zwischen zerstörend und zerstört, erhaltend und erhalten. Auch hier(vgl. S. 10) ist die Verwechslung im Satz viel leichter zu vermeiden, da sich der Schüler bei etwaiger Unsicherheit die Frage, ob ein Thun oder Leiden vorliegt, leicht selbst beantworten kann. Mindestens sollte den Participien der Regel nach ein Substantiv beigegeben werden, wie miles delens, urbs deleta, leges servantes, respublica servata. Bei der Deklination behandelt man das part. praes. act. ganz als Adjektiv, es hat also im Ablativ i. Wann es e hat, gehört der nächsten Klasse an. Die Uebertragung dieses und anderer Participien durch Nebensätze einzuüben, wie es z. B. Schwab(„der lateinische Unterricht im ersten Jahrescurse.“ Freiburger Programm 1871) fordert, halte ich für Sexta für ungeeignet. Hier soll, so weit es irgend geht, Form mit Form wiedergegeben werden, und derartige freie Uebersetzungen dürfen nur beim Ueber- tragen aus dem Lateinischen vorkommen. Ueberhaupt soll die Lehre von den Nebensätzen weder im Deutschen noch im Lateinischen in Sexta besprochen werden, sie gehört nur soweit dahin, als sie nötig ist, um Formen daran einzuüben.(S. das zum
Conjunctiv Bemerkte S. 15.) Das Gerundivum— die einzige Form nebst dem Gerundium, in der sich ein d findet!— ist zur Einübung nicht geeignet. Die wörtliche deutsche Uebersetzung— urbs delenda die zu zerstörende Stadt— ist nicht gut deutsch und schwer verständlich und die freiere Uebersetzung durch Substantiva— in urbe delenda bei der Zerstörung der Stadt— für den Sextaner zu schwierig. Dasselbe gilt von der
Uebersetzung dieser Form in Verbindung mit esse durch ‚müssen', also von der coningatio periphastica passivi.
Das Gerundium, dessen aktive und substantivische Verwendung gegenüber der passiven und adjektivischen des Gerundivums zu betonen ist, macht bei der Einübung keine Schwierig- keiten. Als Nominativ und Accusativ ohne Präposition wird der Infinitiv mitgelernt. Also


