Aufsatz 
Beobachtungen über den homerischen Sprachgebrauch / Johannes Classen
Entstehung
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Es durfte dies um so unbedenklicher geschehen, da sämmtlichen Schülern ein um ein halbes oder ganzes Jahr längerer Schulkursus bis zu ihrem Abgange bevorsteht, als nach der bisherigen Klassenordnung. Eine andere billige Rücksicht wird für die jetzt schon in Prima sitzenden Schüler eintreten, welche nach der bisher bestandenen Ein- richtung nach Vollendung des anderthalbjährigen Kursus mit dem Zeugniss der Reife zur Universität entlassen wären. Auf sie wird die Bedingung, den zweijährigen Kur- sus, der mit Ostern eintritt, absolvirt zu haben, noch keine Anwendung finden.

Endlich ist noch auf die nothwendige Folge der neuen Anordnung aufmerksam zu machen, dass auch die Aufnahme neuer Schüler in der Regel zu Ostern Statt finden muss. Wenn auch in besonderen Fällen die Reception zum Herbste nicht versagt wer- den kann, sobald die nöthige Vorbereitung für den schon begonnenen Kursus nachge- wiesen wird, so ist doch leicht einzusehen, dass der Eintritt in die Mitte des Lehrgangs für die Klasse störend und für die Schüler selbst minder erspriesslich sein wird, als mit dem Anfang des Schuljahres.

Eine andre Veränderung in der Organisation des Gymnasiums, welche mit dem neuen Schuljahre eintreten wird, betrifft die bisherige Ferienordnung. Nach derselben fielen je dreiwöchentliche Ferien an den Schluss des Winter- und Sommersemesters, in den Sommer selbst aber nur acht freie Tage. Auf den Antrag der Lehrerconferenz die beiden ersten zu verkürzen, die letzten aber, als in die heisseste Jahreszeit fallend, in welcher ohnehin viele Versäumnisse von Seiten der Schüler vorzukommen pflegten, zu vermehren, hat ein Hochw. Consistorium unter dem 7. Febr. d. J. verfügt: dass die Dauer der Oster- und Herbstferien auf je 14 Tage, dagegen die Dauer der jedesmal mit dem ersten Montag des Monats Juli beginnenden Sommerferien auf vier Wochen bestimmt seien. Um zwischen den Sommer- und Herbstferien eine längere Frist einer zusammenhängenden Schulzeit zu gewinnen, werden die Herbstferien nicht, wie bisher in den Anfang, sondern in die zweite Hälfte des Septembers, und damit der Beginn des Wintersemesters in den Anfang Oktobers verlegt.

Mit gebührendem Danke verzeichnen wir die Geschenke, welche in dem verflos- senen Halbjahr der Wittwenkasse des Gymnasiums zugeflossen sind: den 16. August von Herrn Rector Dr. Vömel und Herrn Assessor Leykam, Gottespfennig fl. 4. 27. August von Herrn Fr. Th. F. Roques fl. 7. Von Frau Wittwe Berckmann und Herrn Prof. Weismann, Gottespfennig fl. 2.