—
4 X
sind, ab, so können wir aus der naturalis historia des plinius entnehmen, dass die Kenntnis und Anwendung der Metalle in der Römischen Kaiserzeit im wesentlichen mit der heutigen überein- stimmt. Die zur Verhüttung kommenden Erze scheinen, soeweit sich das aus der mangelhaften Beschreibung des Plinius, der das Rohmaterial nur in seltenen Fällen aus eigener Anschauung gekannt, vielmehr nur anderen nahgeschrieben zu haben scheint, erkéennen Iasst, dieselben gewesen zu sein wie heute. Die Darstellung der Metalle selbst war, Wie man auch aus den laienhaften Berichten des Plinius ersehen kann, von der jetzigen nur in sofern verschieden, als das Produkt weniger rein und die Ausbeute eine waiger vollständige war. Auch die Verwertung der Metalle zu Kunst- und Gebrauchszwecken stand vuf einer hohen Stufe.
In der naturalis historia des Plinius sind zwar eine grosse Menge von Bemerkungen, die sich auf Mineralien beziehen, niedergelegt, weit nahr als in allen übrigen uns überlieferten Werken des Altertums zusammengenommen, aber ein Mueraloge in unserem Sinne war Plinius nicht, ihn interessierte kein Mineral als solches, sondern, vie wir bereits hervörhoben, nur in sofern es prak- tische Verwertung fand, und daraus erklärt sich auch, dass derselbe die Lücke in seiner Zusammen- stellung, die in der mangelhaften Beschreibung de. Mineralspecies liegt, nicht fühlte und also auch nicht durch eigene Zuthaten auszufüllen bestreht war. Jedenfalls aber ist sein Werk für die Geschichte der Mineralogie im Altertum, wie für ao manche andere Disciplin, das wichtigste Dokument. N.
—
— B—


