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legium zu Coblenz dem Gymnaſium zu Bonn überwieſen. Dieſes verließ er Herbſt 1873, um ſeine ſchon in Münſter begonnenen Studien der modernen Sprachen mit mehr Muße fortzuſetzen und zum Abſchluß zu bringen. Im Juli 1874 legte er in Bonn ſein Staatsexamen in den modernen Sprachen ab. Nachdem er darauf mehrere Monate in England zugebracht hatte, übernahm er im Oktober 1874 eine ordentliche Lehrerſtelle an der Realſchule II. O. zu Eſſen. Von hier trat er Oſtern 1875 als ordentlicher Lehrer an die Realſchule I. O. zu Düſſeldorf über, welche er zu Michaelis 1876 verließ, um einem Ruf als Oberlehrer am Gymnaſtum zu Montabaur zu folgen.
Der bisherige cand. prob. Lückenbach wurde ſeit Beginn des Schuljahres als commiſ⸗ ſariſcher Lehrer an der Anſtalt beſchäftigt. Derſelbe berichtet über ſein Leben Folgendes: Ge⸗ boren am 24. Sept. 1850 zu Mahlberg, Reg.⸗Bez. Cöln, kath. Eonfeſſion, beſuchte ich nach er⸗ haltener Elementarbildung 6 ½ Jahr das Gymnaſium zu Münſtereifel. Von dort im Herbſte 1871 mit dem Zeugniſſe der Reife entlaſſen, ſtudirte ich vier Semeſter in Bonn und darauf drei Semeſter in Münſter Philologie. Am 15. November 1875 beſtand ich in Münſter das Examen pro fac. doc und trat am 27. November am hieſigen Gymnaſium als cand. prob. ein.
Für Herrn Groos, der einem Rufe an eine Schule in Frankfurt a./M. gefolgt war, trat gleichfalls Anfangs October Herr W. Seck als Elementarlehrer am Gymnaſium ein. Wil⸗ helm Seck, kath. Confeſſion, geb. 3. November 1839 zu Eiſenbach,(Reg. Bez. Wiesbaden) be⸗ ſuchte die dortige Elementarſchule und bereitete ſich zum Eintritte in das Lehrerſeminar vor. Von 1856 beſuchte derſelbe das Lehrerſeminar zu Montabaur und wurde zu Oſtern 1859 mit dem Zeugniß der Reife entlaſſen, worauf er als Lehrgehilfe in Würges, Amts Idſtein, proviſ. angeſtellt wurde, bis zum Jahre 1862, in welchem die definitive Anſtellung daſelbſt erfolgte. Im Jahre 1864 wurde er als zweiter Lehrer nach Iraenidein, Amts Wiesbaden, 1867 als Lehrer nach Molsberg, Amts Wallmerod, befördert; vom 1. Januar 1870 bis April 1872 trat derſelbe als Hauslehrer bei der gräflichen Familie von Walderdorff ein; 1872 wurde er zum Lehrer an der Real⸗ und höheren Töchterſchule zu Höhr, Amts Montabaur, ernannt. October 1876 trat derſelbe als Elementarlehrer an das hieſige Gymnaſium ein.
Mit dem Schluß des Winterſemeſters ſchieden die beiden Herren Hülfslehrer Bauſch und Probecandidat Dr. Marchand aus dem Lehrercollegium, jener um von Neuem ſeine Studien auf der Univerſität Marburg aufzunehmen, dieſer um eine Stelle in Gotha anzunehmen.
Nachdem am 9. October die Prüfung der neu Angemeldeten ſtattgefunden hatte, wurde am 10. der Unterricht in allen Klaſſen begonnen.
Am 25. Februar 1877 verlor das Gymnaſium einen ebenſo talentvollen als braven Schüler, den Unterſekundaner Franz Schlöſſer aus Ratingen; er ſtarb fern von hier in ſeiner Heimath, wohin er ſich zur Pflege ſeiner Geſundheit begeben hatte.
Vom 1. März ab fanden regelmäßig wöchentlich zweimal die öſterlichen Klaſſenprüfungen von Sexta bis Prima ſtatt.
Am 22. März wurde das Geburtsfeſt Sr. Majeſtät des Kaiſers und Königs in her⸗ gebrachter Weiſe auf dem großen Rathhausſaale durch Geſänge, Deklamationen und Feſtrede


