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Oſtern die Anſtalt. Dagegen traten zu Oſtern 1877 wieder 35 Schüler neu ein, ſo daß die Geſammtzahl für das Sommerſemeſter auf 220 ſtieg. Von dieſen ſaßen in Ia. 9, in Ib. 20. in IIa. 24, in IIb. 36, in IIIa. 31, in IIIb. 31, in IV. 35, in V. 22, in VI. 13.
Die Geſammtſumme der Schüler alſo, die das hieſige Gymnaſium während des jetzt beendeten Schuljahrs beſuchten, beläuft ſich auf 238. Von dieſen waren 4 israelitiſch, 18 evan⸗ geliſch, 216 katholiſch; 71 einheimiſch(d. h. in Montabaur oder in den nahen Dörfern bei den Eltern wohnend), 167 von auswärts.
Der Geſundheitszuſtand der Schüler war wäbrend des Jahres ein durchaus befriedigen⸗ der; auch das Lehrercollegium erfreute ſich, abgeſehen von dem Herrn Oberlehrer Dr. Neuß und dem Herrn Lückenbach, welche einer Krankheit wegen einige Tage vertreten werden mußten, einer ungeſtörten Geſundheit.
An zwei Nachmittagen wurde der Unterricht wegen übermäßiger Hitze ausgeſetzt.
V. Chronik des Gymnaſtums.
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Kurz vor dem Beginn des neuen Schuljahts am 5. Oktober 1876 ſtarb in ſeiner Heimath Haltern in Weſtfalen der bisherige Hülfslehrer Hugo Nenhaus, der bereits ſeit Weih⸗ nachten 1875 fortwährend wegen andauernder Krankheit beurlaubt war. An ihm verlor das Gymnaſium einen braven und tüchtigen Lehrer, das Lehrcollegium einen liebenswürdigen, an⸗ ſpruchsloſen Collegen. E. i. p. s.
Mit dem neuen Schuljahr trat endlich Herr Dr. Neuß, der bereits im December 1875 vom Curatorium gewählt, aber aus ſeiner früheren Stellung nicht eher war entlaſſen worden, als vierter Oberlehrer in das hieſige Collegium ein. Derſelbe berichtet über ſeinen bisherigen Lebenslauf Folgendes:
Dr. Joſeph Neuß, geboren zu Köln den 18. Juli 1847, Sohn des Hauptlehrers Joſ. Neuß, beſuchte in ſeiner Vaterſtadt die Elementarſchule und das Gymnaſium an Marzellen. Im Herbſt 1866 bezog er die Akademie zu Münſter, wo er ſich vier Jahre hindurch vorwiegend dem Studium der alten Sprachen und der Mutterſprache widmete. Nachdem er im Juli 1870 auf Grund der eingereichten Arbeit„Quaestiones Horatianae Grammaticae“ und des darauf vor der Königlichen Prüfungs⸗Commiſſion abgelegten Examens zum doctor philosophiae promo-⸗ virt worden war, machte er im Januar 1871 ſein Staatsexamen. Von Oſtern 1871 bis Oſtern 1872 hielt er an dem Gymnaſium an der Apoſtelkirche zu Köln das vorſchriftsmäßige Probe⸗ jahr ab. Schon den 1. Oktober 1871 trat er als Einjährig⸗Freiwilliger bei der Feſtungs⸗Ar⸗ tillerie in Köln ein, und war in Folge deſſen nach Beendigung ſeines Probejahres, deſſen Fort⸗ ſetzung ihm die Militärbehörde freiwillig zugeſtanden hatte, genöthigt, ſeine Thätigkeit an der Schule einſtweilen einzuſtellen. Am 1. Oktober 1872 als Unteroffizier mit dem Qualiſications⸗ Atteſte zum Reſerve⸗Artillerie⸗Offizier entlaſſen, wurde er vom Königlichen Provinzial⸗Schulcol⸗


