Aufsatz 
Verzeichnis der Kunstdenkmäler der Stadt Mainz : 1. Teil. Privatbesitz
Entstehung
Einzelbild herunterladen

64 Kötherhofstrasse Langgasse, grosse.

Kötherhofstrasse.

2. Grosse und kleine Hagenburg. Am 1. Stockwerk unter einem Muschelbaldachin auf einem mit Laubwerk verzierten Sockel: gekrönte Muttergottes mit dem Christuskind auf dem Arme, in der rechten Hand trug sie ein(jetzt verschwundenes) Szepter. Am Sockel die Inschrift: S. MARIA DE. VICTORIA. Gute Arbeit; Anfang des 18. Jahrh.

3.Zum LZirle, Zirlin. Schaab I, 593.(S. Schillertrasse Nr. 6/8.) Gegen das Kötherhofgässchen zu schöne, eiserne Fensterkörbe. An der Giebelmauer bilden die eisernen Balkon- anker die Jahreszahl 1669. Auf der Hofmauer eine Kugel mit der Inschrift: 1857 PvL. ExpL.

4.Langenhof, Kötherhof. Ausführlicheres über die Ge- schichte des Hauses Schaab I, 518. Die jetzige Anlage scheint aus dem 18. Jahrh. zu stammen, als der Hof in Besitz der Familie Köth-Wanscheid übergegangen war. Von älteren archi- tektonischen Schmuckformen ist, abgesehen von dem Hoftore in der Kötherhofstrasse, dessen beide Pfeiler mit Rosengirlanden behängte Vasen krönen, nichts mehr erhalten. Interessant ist die Grundrissanlage: ein langer Hauptbau(corps de logis) mit zwei Seitenpavillons(der eine jetzst umgebaut), die in schiefem Winkel zur Flucht des Hauptbaues liegen, wie dieses noch an der nach der Kötherhofstrasse zu liegenden Seite der Anlage zu erkennen ist. Beim Umbau im Jahre 1904 soll noch ein Stein mit dem Schönborn'schen Wappen gefunden worden sein (vergl. Schaab a. a. O.).

Langgasse, grosse.

1. Im Hofe an einer Mauer(später hier eingesetzt) ein Wappenschild, darüber eine Krone, die mit Steinen und Perlen be- setzt ist. Schild gespalten, 1. Feld 4 geteilt, 1. u. 3. Feld die 3 Jagdhörner dererzum Jungen, 2. und 4. ein gezackter Schrägbalken in mit Kreuzen bestreutem Felde, das Herzschild zeigt die 3 Muscheln der Metternich, 2. Feld geteilt, oberes Feld leer, unteres 5(3,2) stehende Doppellilien und die Jahres- zahl 1503. Schaab II, 263 f. S. z. Schillerstrasse 24. 4

5. 7. 9. Einfache Fassaden aus dem Ende des 18. Jähr- hunderts, vergl. Schaab II, 204. Reicher ausgestaltet sind nur die Pforten mit ihrem von Konsolen getragenen Gesimse, be- sonders an Nr. 7.(S. zu Rheinstrasse 91, hint. Bleiche 67/69 und Schillerplatz 40.)