Aufsatz 
Verzeichnis der Kunstdenkmäler der Stadt Mainz : 1. Teil. Privatbesitz
Entstehung
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56 Kappelhof Kappelhofstrasse Kapuzinergasse.

Kappelhof. 4. Fachwerkbau?

6.Zum Schiffchen. Uber der Pforte in viereckigem Rahmen ein Relief; es stellt dies ein Segelschiff mit Bemannung dar; in der linken Ecke ist die dreizeilige Inschrift angebracht:

DER DEN WIENDEN VND MAEREHAT ZV GEBVTEN WOILEUNS ZV WASSER VND LAND] BEHVETEN.

Kappelhofstrasse.

1. Einfacher Barockbau mit schöner Pforte mit Ober- licht. Am Schlusstein des Oberlichtes groteske Maske. Auf dem Türsturz ein Zunftwappen(Bender? oder Küfer) mit Helm- zier und der Jahreszahl 1739 und C. K.; s. Tfl. XXI.

3. 5. Zum ehemaligen Barbarahospital gehörend(Stadt Mainz).

4 1 0.Zum Leininger. Schaab I, 521. Einfacher Ba- rockbau mit dreiseitigem Erker(Fachwerk?); über der Haustüre Anno 1730; am Schlussteine des Einganges zum Keller ein Böttcherwappen; s. Tfl. XXI.

8. Homberg, Heimbrecht, Waisenhaus. Im Hofe sind noch die Reste eines älteren gotischen Baues erhalten(Treppenturm mit gotischem Pförtchen, in dessen Tympanon Masswerk; neben dem Turm eine spätgotische Pforte mit Oberlicht). Stadt Mainz.

Kapuzinergasse.

Diese Strasse bietet mit ihren beschieferten Häuschen, die im Hintergrund von dem Frontgiebel der Ignazkirche überragt werden, zwei charakteristische Strassenbilder†, das eine, wenn man vom Graben herkommt, das andere, wenn man die Strasse in entgegengesetzter Richtung betritt. Der öfters hier und auch in der Neutorstrasse als Hausmarke wiederkehrende Anker weist darauf hin, dass hier die Schifferzunft ansässig war.

Uber das ehemalige an diese Strasse stossende Kapuziner- kloster s. Wagner-Schneider, Geistl. Stifte II, 231 ff.

4 u. 6.Drei Rosen. Geschieferter Giebel(S-Curven). Uber der Haustüre mit Blatt- und Rankenornamenten reich ver- ziertes Hauswappen in Hochrelief, in dessen Mitte eine Blumen- vase mit grosser Rose; seitlich zwei mit Kränzen umrahmte ovale Tafeln mit der Darstellung eines Ankers und den Initialen H. V. H. und A. M. H., s. Tfl. XXI. Unter der Blumenvase eine Kartusche mit übertünchter, unlesbarer Inschrift und der Jahreszahl 1707. Das Ganze geschmackvolle, gute Arbeit.