Emmeransstrasse. 37
Ausladung nach rechts und links. Uber den Fenstern reich verzierte Kartuschen; im mittleren Bogen die Jahreszahl 1752 (s. die Anmerkung zu Nr. 18— 20). Am Seitengebäude im Hofe leerer Baldachin. Im Hinterhaus eine Pforte mit einem durch schöne Kartusche verzierten Oberlicht. Das Feld zeigt die
Inschrift: Sbet Vp h ek ot, Dh 2 &ᷓI etok,
Auf dem feingeschwungenen Türsturz die Inschrift: ANNO.
23.„Zum Gensfleisch“, später„Wambolter Hof“. Schaab I, 468 ff. und das daselbst zitierte andere Werk Schaabs, Er- findung der Buchdruckerkunst, ferner Gutenberg-Festschrift der Stadt Mainz 1900, p. 106 ff. Nach Schaab erbaut von dem Hofkammerrat von Nitschke 1702,„wie es die lateinische In- schrift über dem Eingangstor beweist“(2). Zwischen 1735 und 1747 soll es von dem General Wambolt erkauft worden sein. Portal mit kräftigem, von Pilastern gestütztem Gesims; auf dem Schlusstein des Bogens eine groteske Maske, im Fries, über der Wölbung die Inschrift:
PAX HVIC DOMVI 8 HABITANTIBVS SALVS VIVENTIBVS ETS IN EA
„Friede sei diesem Haus, Heil denen, die in ihm leben und wohnen.“ Im Treppenhaus sehr schönes, schmiedeeisernes Oberlichtgitter, breite Treppe mit schönem Geländer. Im Hofe am linken Seiten- gebäude ein mit Löwenkopf, Blattwerk und Voluten reich ver- zierter Kragstein, der einst das Gewinde eines Ziehbrunnens hielt, zirka 1700. Am zweiten Seitengebäude, ebenfalls links, im Erdgeschoss ein Raum mit flachem, von sechs viereckigen Pfeilern getragenem Kreuzgewölbe.
24. Jungfrau Maria mit Lilienzweig; sie steht auf der Weltkugel, die von der Schlange umwunden ist; die schmale Bildnische ist mit einem gerippten Baldachin überdeckt. Mitte des 18. Jahrhunderts, vergl. damit Rosengasse 17(weisses Bierhaus).
27. Renaissancetorbogen mit einfachem Profll. 29. An der Seitenwand, zum Teil durch das Dach des
Nachbarhauses verdeckt, schöner zweistöckiger Renaissance- giebel mit feiner senkrechter und wagrechter Gliederung.


