8 Vorwort.
ergibt sich aus dem Charakter der Mainzer Architektur, deren Schwerpunkt eben die Denkmäler aus dem 17. und besonders aus dem 18. Jahrhundert bilden. Dass bei der Auswahl nicht zu dem landläufigen IIlustrationsmaterial gegriffen worden ist, sondern etwas Hinterhäuser- und Seitengassenpolitik getrieben wurde, soll offen zugestanden werden.
Wie schon bemerkt, sind die Literaturangaben nur als ein erster Versuch zu betrachten. Wo die vorhandene Literatur schon eine ausführlichere Beschreibung oder die Geschichte des Kunstdenkmals bietet, ist einfach auf diese verwiesen worden. Die bei der Ausarbeitung immer mehr anschwellende Masse des Stoffes gebot diese Beschränkung.
In den letzten Monaten hat der Unterzeichnete nochmals sämtliche Kunstdenkmäler aufgesucht, und mit Freuden kann er konstatieren, dass er bei den Bewohnern der Stadt Mainz überall das liebenswürdigste Entgegenkommen und ein reges Interesse gefunden hat. Bei der Ausarbeitung des vorliegenden Verzeich- nisses fand der Unterzeichnete von verschiedenen Seiten Förderung und Anregung. Durch Vermittelung der Mainzer Stadtbibliothek wurde es ihm ermöglicht, Aktenmaterial auswärtiger und des Mainzer Archives zu benutzen. Mit zahlreichen Winken und Belehrungen aus dem Schatze seines reichen Wissens förderte auch diese Arbeit Herr Prälat Dr. Friedrich Schneider. Mein Kollege, Herr Oberlehrer Dr. Schrohe(Bensheim), stand mir in liebenswürdigster Weise bei der Korrektur helfend zur Seite. Allen den Herren sei hier nochmals herzlichst gedankt.
Und wenn nun trotz allem in dem, was hier geboten wird, verfehlt oder geirrt oder auch etwas übersehen worden ist, bittet der Unterzeichnete auch für ihn des Dichters Ausspruch gelten zu lassen:
In magnis et voluisse sat est.
Mainz, im Februar 1905.
Neeb.


