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einer ſolchen Behandlung und geiſtigen Deutung auszuſchließen, und wir pflich⸗ ten der Anſicht O. Muͤllers bei, welcher den Anordnern der eleuſiſchen My⸗ ſterien das Bewußtſein ihres Gehaltes und eine ſinnvolle Behandlung des Sym⸗ boliſchen zuſchreibt.*) Wahrſcheinlich iſt es aber, daß man nicht gleich anfangs, ſondern erſt ſpaͤterhin, als die Eintheilung der Myſterien in hoͤhere und in niedere ſich geltend machte, anfing, dieſes Inſtitut als ein zweckmaͤßiges Mit⸗ tel zu benutzen, um reinere ſittlich⸗religiöͤſe Ideen zu erhalten und zu verbreiten und dadurch dem Volksaberglauben entgegen zu wirken. Der Schleier des Ge⸗ heimniſſes diente den Vorſtehern dazu, der Sache mehr Reiz zu verleihen und ſich gegen Anfechtungen von außen zu ſichern. Noch ſpaͤter mag die Politik ſich hineingemiſcht und darin ein taugliches Werkzeug fuͤr ihre Zwecke gefunden haben. Gewinnſucht und Argliſt ſind wohl auch nicht fern geblieben und man⸗ cher Leichtglaͤubige iſt wohl durch die Myſterien myſtificirt worden. Denn unter den Haͤnden der Menſchen ſind, wie die Geſchichte lehrt, die beſten In⸗ ſtitute ausgeartet.—
Die eleuſiſchen Myſterien waren ihrer Natur nach nicht beſtimmt, allge⸗ mein herrſchende Religion zu werden. Zur Welt⸗Religion**) eignet ſich nur das Chriſtenthum mit ſeinen erhabenen Ideen von Gott, als Geiſt, von der Ver⸗ ehrung Gottes im Geiſte und in der Wahrheit, und von der Menſchheit als einer Familie von Bruͤdern unter der Fuͤrſorge des Einen allwaltenden Vaters. Das Chriſtenthum, aufgefaßt im Sinne des Stifters, welcher ſprach:»Meine Worte ſind Geiſt und Leben«**)— hat eine weltuͤberwindende Kraft, und ſein Weſen wird ewig bleiben, wie ſehr auch ſeine Formen wechſeln. Wir duͤr⸗ fen das Chriſtenthum in ſeiner Reinheit als einen Triumph des Geiſtes uͤber die Sinnlichkeit— der Idee uͤber die Materie— betrachten.
Sorge nun Jeder von uns dafuͤr, in Geſinnung und Leben dieſen Sieg des Geiſtigen zu offenbaren und die chriſtliche Religion auf die ſchoͤnſte Weiſe zu verherrlichen.
*) O. Müller§. 22.— 1.
*.) S. Fr. v. Ammon Fortbildung des Chriſtenthums zur Welt⸗Religion. Leipzig. 2. Aufl. 1858 ſves hie Abbandl zur 2. Ausgabe).
) 0. 63.
†) Am Schluſſe dieſer Abhandlung möchten wir auf folgende ſchöne Stellen im Pla⸗ ton aufmerkſam machen:,...
„IIâ 81% rd dSdaæs ergrSiaꝓ re zal sdaοmνοτta deirat.“ (Protagor. 326. B.)..9 12..
„ T'o 112„-ο*⅜iαἀ, 0 ados, Faxein E,οmεᷣ usra etrat doxei 2 82G u6 εσσεννν †⁶‧ dε †⁴eλόα οω†ννσ rouεεν ι ũννλςν εᷣ dν r dοενει-
roc zal ε&́εμμεεεε τεενοςσα ενιο(Phaedr. 278. D.) 3*


