Aufsatz 
Die Mysterien der Alten, insbesondere die Eleusinien, - Dichtung und Wahrheit - mit Rücksicht auf Chr. Aug. Lobeck's Aglaphamus
(De Theologiae Mysticae Graecorum causis 2 vol. Regiomonti Prussor. 1829.)
Entstehung
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heiligen Geſtalten, die man in Eleuſis zeigte, waren unſtreitig zunaͤchſt demetra, Kora und Jakchos; dann aber auch der Kalathos(Fruchtkorb), in wel⸗ chem die Gabe der Demetra zum Genuſſe dargeboten wurde, und die h. Kiſte, ein geheimnißvolles Geräth, das immer mit einer heiligen Scheu betrachtet wurde, und aus welchem die Schlange, wie die Bacchiſchen Bildwerke zeigen, (das Symbol des Dionyſos⸗Hades) hervorzuͤngelte.) Ohne Zweifel goͤnnte man auch den Geweihten einen Blick in das Allerheiligſte, in das Anaktoron, die eigentliche Weiheſtaͤtte, die durch Teppiche verhuͤllt und durch verſchloſſene Thuͤren den Augen der Neugier entzogen war, und die Prie⸗ ſter ließen es an Nichts fehlen, was auf die Sinne einen maͤchtigen Eindruck machen konnte.**) So ſtrahlte z. B. nach Eroͤffnung des Anaktoron ein blendendes Licht den Myſten entgegen, wie ſich aus einer Stelle bei Hime⸗ rius*r) entnehmen laͤßt. Worin alſo der Religionsfrevel des Alkibiades beſtand, wenn von ihm geſagt wird, er habe die Heiligthuͤmer gezeigt und die Myſterien nachgeahmt, iſt klar: es war fuͤr ihn ein Verbrechen, daß er die h. Gebraͤuche entweihte, daß er das Heilige zum Gegenſtande des Geſpoͤttes einer leichtſinnigen Komoͤdie machte. Die Worte des Lyſias uͤber Andokides: daß er das Geheime ausplauderte(die Geheimniſſe ausſprach, öro sirs ra dr⁶nτ⁴) laſſen ſich vorzuͤglich auf die feierliche Gebetsformel des Hiero⸗ phanten beziehen, gelten wohl auch von dem Hymnus auf den Jakchos.)

Wenn Einer bei uns in einer Geſellſchaft mit heiligen Worten und Hand⸗ lungen des Gottesdienſtes ſeinen Spott treiben wollte, ſo wuͤrde er nicht weni⸗ ger jetzt des Frevels beſchuldigt werden, als Alkibiades bei den Athenern

Auf aͤhnliche Weiſe laͤßt ſich die Myſterien⸗Entweihung erklaͤren, die dem Aeſchylus vorgeworfen wurde, und ihn in Lebensgefahr brachte, weil er in einem Schauſpiele etwas geſagt oder vorgeſtellt haben ſoll, was auf die Eleu⸗ ſinien Bezug hatte. †t) Vergleichen wir die Worte des Euſtratios:»Aeſchy⸗ lus ſcheint etwas Myſt iſches geſagt oder vorgebracht zu haben,« mit einer Stelle bei Athenaͤus, wo von der prieſterlichen Kleidung die Rede

) S. K. O. Müller in der ang. Abh. Nro. 22, S. 284. Anm. 11. Vergl. Lobeck §. 7. p. 51 sed.

**) Anm. S. hierüber Lobeck l. eit u. Synes. Dion. p. 41. C.;.

O» d)Se0s acvεr, rdr aal o dεν decerat ra drdxrona.

**r) Vergl. Himer Or, XXII. 7. 762.

) Lobeck§. 8.

) Lobeck§. 12 K O. Möller§. 25. S. 286. Vergl. Aristotel. Ethic. Nicom. III. 1& 2 mit Eustrat. Comment. p. 40. A.:.

Coxei Aicx αοο Léeus uvortxd rira Ke. oder: nopégel uro- rixν τυναα.