Aufsatz 
Die Realschule in Höchst a.M. von 1817-1884 / von Philipp Hafner
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gekommen zu ſein. Bei mehreren wird ausdrücklich ihre Methode an⸗ erkannt, und üihre Erfolge werden lobend hervorgehoben. Nur die Korrektur der ſchriftlichen Arbeiten ließ bei manchen zu wünſchen übrig. Auch das außerdienſtliche Verhalten mehrerer Reallehrer war nicht ein⸗ wandfrei; zwei derſelben mußten aus dem Dienſt entlaſſen werden, während ein dritter, um einen letzten Verſuch zu machen, verſetzt wurde.

Ein Verzeichnis der an der Realſchule tätig geweſenen Lehrer ent⸗ hält die Beilage A.

IV. Die Schüler.

Die Schülerzahl war ſehr ſchwankend; ſie ſtieg von 15 im Jahre 1842 auf 60 im Sommerhalbjahr 1847, ging dann aber wieder bis zum Winterhalbjahr 1855/56 auf 18 zurück. Von da an hob ſie ſich wieder auf die Höchſtzahl von 63(ohne Mädchen) im Jahre 1861; im letzten Winterhalbjahre 1883/84 betrug ſie 55(dazu 8 Mädchen).

Die meiſten Schüler gehörten der katholiſchen Konfeſſion an; doch nahm die Zahl der evangeliſchen Schüler allmählich zu; daneben waren einige Juden. Auswärtige Schüler finden ſich erſt vom Jahre 1846 ab, und zwar ausſchließlich aus benachbarten Orten; ihre Zahl nahm allmählich zu und übertraf ſogar vom Winterhalbjahr 1847/48 bis zum Winterhalbjahr 1852/53 die der einheimiſchen(Vergl. Bei⸗ lage B).

Die Zahl derLatiniſten war gering; ſie betrug 4 10, ein⸗ mal 14.

Das Schulgeld betrug im Jahre 1842 20 fl., wurde aber im folgenden Jahre auf 10 fl. herabgeſetzt, das Eintrittsgeld 2 fl. Für die Latiniſten wurde 1846 doppeltes Schulgeld(20 fl.) feſtgeſetzt, 1849 aber gleichfalls auf 10 fl. ermäßigt. Eine Erhöhung des Schulgeldes trat im Jahre 1863 in der Art ein, daß die Knaben 20 fl.(die Latiniſten 30 fl.), die Mädchen 25 fl. zahlen und daß das Eintrittsgeld 5 fl. be⸗ tragen ſolle. Schulgelderlaß ſollte nach einer Verfügung vom 19. Juni 1854 nur dann eintreten, wenn die Schüler ſich durch Anlagen, Fleiß, Fortſchritte und Betragen auf den Elementarſchulen aus⸗ gezeichnet hatten.

Eine Frequenztabelle enthält Beilage B.

V. Bibliothek und Lehrapparat.

Da es ſich bei der Realſchule um eine neue Schule handelte, mußte ſowohl die Bibliothek, als auch der Lehrapparat neu beſchafft werden. Bei der Beſchränktheit der Mittel und der wiederholten Erklärung des