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mit fünf anderen Feldherren nach der Schlacht bei den Arginusen hingerichtet wurde, im J. 405 als Verstorbener genannt sein ¹). Sokrates setzt also beim Plato voraus, dass dieser Nikias, ohngeachtet er für einen gutgesinuten Mann galt und durch Weihgeschenke im Tempel des Dionysos seine Frömmigkeit bewiesen hatte, dass ebenso ein Aristokrates, von dem auch ein Weihgeschenk im Tempel zu Delphi stand, wenn jeder um seine Meinung gefragt würde, für die Ansicht des Polos, dass auch ein Unrecht thuender Mann glückselig sein könne, ein mit der allgemeinen Meinung übereinstimmendes Zeugniss ablegen würde.
Gorg. p. 503 c.(c. 68). IIgoudta rovroul rôu" veworl rereäsuruxore Nach Auführung anderer älterer Staatsmänner, eines Themistokles, Kimon und Miltiades wird hier auch Perikles genannt und als kürzlich verstorben bezeichnet. Gewiss würde aber Plato diese Bezeichnung nicht gebraucht haben, wenn schon 25 Jahre seit dem Tode des Perikles, der Ol. 87,4 v. Chr. 29 starb, während der nächst frühere, Kimon, 20 Jahre vor ihm gestor- ben war, verflossen gewesen wären. Zwar hat vecort einen relativen Sinn, so dass es bald eine etwas längere, bald eine kürzere Zeit anzeigt. Man wird aber keine Stelle in einem griechischen Schriftsteller auffinden können, wo es von einem so langen Zeitraum, wie der vorher erwähnte, gebraucht wäre, noch eine, wo es zuletzt im Sinne eines Superlativ bedeu- tete(was hier auch ein sehr mässiger Zusatz gewesen wäre). ²) Die Berufung auf das La- teinische nuper ist nicht statthaft. Denn gerade die Stelle bei Cicero de Nat. D. II, c. 50, wo Cicero sagt: Quid ea, quae nuper, id est paucis ante seculis medicorum ingeniis inventa sunt, be- weist um so weniger, da Cicero einen Zusatz nöthig findet und der Gegensatz gegen die ganze ältere Zeit der Griechen diesen Gebrauch des Wortes: nuper rechtfertigt. Die Bezeichnung des Perikles passt also trefflich zu der Annahme des Jahrs 427, aber ganz und gar nicht zu der des Jahrs 405. Es kommt noch hinzu, dass in der vorhergehenden Stelle Plato, der gewiss auch den Perikles als in gleicher Ansicht mit Nikias begriffen ansah, doch diesen nicht selbst, wohl aber seine Familie( Ieouα‿ous öà- olula) unter den Zeugen nennt, die sein Gegner anrufen könnte.
Wenn Stallbaum 2 auch die Stelle p. 455 e. c. 10, wo Sokrates von Perikles sagt: IIeOlακαον*ε de αd ddrdg ονον, Ore Oννεοudsue 1εεν εεοι roĩ d εοu relxoug als einen
1) Xen. Hell. II, 3. 5 und Diod. Sic. XIII, 102. 103. Ueber Aristokrates, des Skellias Sohn, vergl. noch Droy- sen in dem Rhein. Mus. IV, 1. p. 58.
2) So schon Casaubonus ad Athen. V., 58. S. Schweighäuser Animadvers. ad Athen. p. tom-III. p. 325. Vergl. Stallbaum in den Prol. zu Gorgias p. 41.
3) A. a. O. p. 41.


