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nahm in einer den Erinnerungen des Schullebens gewidmeten Rede Abschied, worauf der Director unter Bekanntmachung der Maturitäts-Zeugnisse die für reif zu den acade- mischen Studien erklärten Primaner feierlich entliess.
Kurz vor dem Anfang des Winterhalbjahrs wurde Herr Dr. Christian Oster- mann, der seit dem Herbst 1845 als Practicant, seit dem Anfang des Jahres 1847 als beauftragter Lehrer an dem hiesigen Gymnasium gelehrt hatte, in Folge einer allerhöch- sten Entschliessung durch ein Ministerial-Rescript vom 21. October 1848 in gleicher Eigenschaft an das Gymnasium zu Cassel versetzt. Mit dem Wunsche, dass Gott seine weitere Laufbahn als Lehrer segnen möge, danke ich ihm für seine dem hiesigen Gym- nasium zugewandte Thätigkeit. Dieser Abgang eines Lehrers machte theilweise eine neue Vertheilung des Unterrichts nöthig.
Das Winterhalbjahr wurde am 24. October, wie gewöhnlich, eröffnet und nur durch die vom 23. December bis zum 3. Januar dauernden Weihnachtsferien unterbrochen.
Durch ein Ministerial-Rescript vom 5. December wurde dem Director eröffnet, dass in Gemässheit einer allerhöchsten Entschliessung der Candidat der Philologie Gustav. Fuhrmann aus Cassel als Practicant bei dem hiesigen Gymnasium zugelassen sei Nachdem er am 7. Januar dahier angelangt war und sich mit der Einrichtung des Un- terrichts durch Besuch der Lehrstunden bekannt gemacht hatte, übernahm er die ihm zugewiesenen Lehrstunden in lateinischer und griechischer Sprache sowie in der Geschichte.
Der Gesundheitszustand war das ganze Jahr hindurch im Allgemeinen günstig. Von den Lehrern erkrankte keiner. Von den Schülern wurden einige besonders im Winterhalbjahr öfters durch kleinere oder grössere Unpässlichkeiten an dem Besuch der Lehrstunden gehindert, was nicht ohme nachtheiligen Einfluss auf ihr Fortschreiten bleiben konnte. Nur zwei wurden im vorigen Sommer von längeren und schwereren Krankheiten befallen, aber glücklich hergestellt. Einer aber, Christian Arnold Wal- ther, Sohn des Pfarrers in Oberellenbach, der seit dem Herbst 1847 dem hiesigen Gymnasium, seit Ostern 1848 der Secunda angehörte, und durch seinen Geist und sein Gemüth schöne Hoſtuungen erweckt hatte, unterlag in seiner Heimath in einem Alter von fast 16 ¼ Jahren am 3. März d. J. der Auszehrung. Seiner Leiche wohnten der Di- rector und der Ordinarius der Classe sowie ungefähr 30 Mitschüler aus den zwei obe- ren Classen bei.
Hinsichtlich der in Abschmitt I. aufgeführten Lehrgegenstände, unter denen diess 1 5


