Aufsatz 
Eine Rede über Trennung und Zusammenhang der Schulen : nebst Anmerkungen
Entstehung
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nostrae addictos, cum docentes, tum discentes, omnino pietati, modestiae, temperantiae, continentiae, publicae tranquillitati, honestati, gravitati morum nec non reliquis virtuti- bus, quantum possunt, studere cumprimis decebit. Sic fore in spem maximam venimus, Deum immortalem per unigenitum filium suum 76 dldον, mediante Spiritu sancto, omnes conatus, omnia studia, omnia denique mutua officia benignissime fortunaturum. Darauf behält der Abt sich und seinen Nachfolgern für einen ausserordentlichen Fall der Noth, den Gott abwenden möge, den Widerruf der Stiftung und die Verwendung zu anderen frommen oder für den Staat nothwendigen Zwecken vor und schliesst mit den Worten: Faxit Christus O., M., ut opus istud, quod in nobis clementer operatus est, in sui ipsius honorem ac gloriam nec non reipublicae Christianae utilitatem feliciter usque ad hujus mundi finem succedat atque proficiat, cui uni cum Deo Patre et Spi- ritu S., Deo unitrino, perpetua laus, honor et gloria in aeterna saecula. Amen.

Die von dem Kaiser Maximilian II. aus der fr. Reichsstadt Speier den 7. November 1570 erlassene Bestätigungs-Urkunde bekräftigt unter Wiederholung des Stiftungs- Briefs alle und jede Bestimmungen desselben und bedroht die Uebertretung derselben, besonders die Vorenthaltung oder Schmälerung des der Schule zugewiesenen Einkom- mens mit dem kaiserlichen Unwillen und einer Strafe von fünfzig Mark löthigen Gol- des, die halb dem kaiserlichen Fiscus, halb dem verletzten Theile zufallen soll. Die Anstalt, in welcher der Melanchthonsche Schulplan, wie die Stiftungsurkunde besagt, von Anfang an zu Grunde gelegt und bis nach der Mitte des siebenzehnten Jahrhun- derts, wie spätere Nachrichten beweisen, festgehalten wurde, so dass das Studium der Lateinischen und Griechischen Classiker, an welches man Grammatik, Dialectik und Rhetorik anknüpfte, und zu welchem nur Arithmetik, Musik sowie hebräische Sprache noch hinzukamen, den ganzen Kreis des Unterrichts in sich schloss, bis durch die im Jahr 1656 durch Landgraf Wilhelm VI. für Hessen und das damit vereinigte Hersfelder Für- stenthum erlassene Schulordnung Modificationen herbeigeführt wurden und in der Folge mit dem Fortgang der Zeit unter Festhaltung der Grundlage anderes Neue hinzukam, die Anstalt, sage ich, musste bis in das 19. Jahrhundert bloss von den ihr durch den Abt zugewiesenen Einkünften sich erhalten. Denn auch die in den Jahren 1688 und 1689 unter Landgraf Carl vollbrachte Errichtung eines ganz neuen Schulgebäudes an derselben Stelle, wo das alte stand, und der Neubau der Rectorswohnung in den Jah- ren 1738 1739 geschah nur durch die der Schule selbst vermöge der Stiftung ange- hörenden Mittel. Erst durch die westphälische Regierung erhielt das Gymnasium zu