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iensium ducibus von der philoſophiſchen Fakultaͤt der Landes⸗Univerſitaͤt der Grad eines Doc⸗ tors der Philoſophie ertheilt worden.
Hinſichtlich der Maturitaͤts⸗Pruͤfungen fand ſich Kurfuͤrſtliches Miniſterium des Innern be⸗ wogen, durch hohe Erlaſſe an ſaͤmmtliche Gymnaſial⸗Directoren vom 31. Maͤrz und vom 5. Mai v. J. mehrere neue Beſtimmungen zu treffen. Der weſentliche Inhalt derſelben iſt folgender: 1) Da nach den gemachten Erfahrungen und dem begruͤndeten Urtheil mehrerer Gymnaſial⸗Di⸗ rectoren die§. 12 der Dienſtanweiſung die Einrichtung der Pruͤfungen der Reife betreffend vom 30. April 1838 vorgeſchriebenen Cenſur-Nummern die Veranlaſſung zu Inconvenienzen, Miß⸗ braͤuchen und Nachtheilen gegeben haben, indem ſie nicht bloß das Lehrer⸗Collegium in die unan⸗ genehme Lage verſetzen, um dieſen Vorſchriften zu genuͤgen, die verſchiedenartigſten Leiſtungen der Schuͤler in gewiſſe Rubriken zu zwaͤngen, ſondern auch ſelbſt auf die Beſtrebungen der Schuͤler nachtheilig einwirken, ſo werden die Beſtimmungen des§. 12 der genannten Dienſtanweiſung dahin abgeaͤndert, daß mit Hinweglaſſung der Cenſurnummern einfach die Reife oder Nichtreife als Reſultat der angeſtellten Pruͤfung nach Maaßgabe des§. 11 der Dienſtanweiſung ausgedruͤckt werden ſoll.
2) Bei der uͤber das Reſultat der geſammten Pruͤfung Statt findenden Berathung hat die Pruͤfungsbehoͤrde außer dem Ergebniſſe der ſchriftlichen Arbeiten und dem Erfolge der muͤndlichen Pruͤfung auch das pflichtmaͤßige, durch laͤngere Beobachtung begruͤndete Urtheil der Lehrer uͤber die Kenntniſſe des Gepruͤften gewiſſenhaft in Anſchlag zu bringen und nach dieſem dreifachen Geſichtspunct uͤber die Reife oder Unreife zu entſcheiden.
3) Um ſchon auf der Schule der freien Entwickelung eigenthuͤmlicher Anlagen nicht hinder⸗ lich zu werden, iſt bei der Pruͤfung eine Ruͤckſicht auf die philologiſch⸗hiſtoriſche und die mathema⸗ tiſch⸗phyſicaliſche Richtung der Abiturienten zu nehmen, ſo daß demjenigen Schuͤler das Zeugniß der Reife gegeben werden darf, welcher nach der einen(ſprachlich hiſtoriſchen) oder der andern (mathematiſchen) Seite hin wenigſtens in zwei, zuſammen aber wenigſtens in vier Faͤchern, dar⸗ unter mindeſtens in einer Sprache, den erforderlichen Grad von Kenntniſſen ſich erworben hat. Zur weiteren Erlaͤuterung dieſer Beſtimmung wird auf die Erfahrung hingewieſen, daß ſich die Schuͤler ruͤckſichtlich ihrer im Gymnaſialleben hervortretenden Anlagen und Richtungen in drei Klaſſen theilen, 1) in ſolche, bei welchen die natuͤrlichen Anlagen und Neigungen in einem ſolchen Gleichgewicht ſtehen, daß ſie mit gluͤcklichem Erfolge den beiden bezeichneten Hauptrichtungen des Unterrichts folgen und 2) in ſolche, bei welchen die Anlagen und Neigungen ſich auf die ſprach⸗ lich-hiſtoriſche Seite ſo hinneigen, daß die Beſchaͤftigung mit den Zweigen des mathematiſchen Unterrichts mehr aus Pflichtgefuͤhl getrieben wird und 3) in ſolche, bei welchen umgekehrt die
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